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Impfangebot für Kita-Personal bis Ostern: Land wird Kita-Notbetrieb in Duisburg nicht zulassen

Impfangebot für Kita-Personal bis Ostern : Land wird Kita-Notbetrieb in Duisburg nicht zulassen

Die Landesregierung wird einen Notbetrieb der Kitas in der Stadt Duisburg trotz steigender Corona-Inzidenzzahlen nicht zulassen. Familienminister Stamp hofft darüber hinaus, Kita-Personal bis Ostermontag ein Impfangebot mit Astrazeneca zu machen.

Das bekräftigte Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags. „Einem Betretungsverbot werde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zustimmen.“

Möglich sei aber ein eingeschränkter Pandemiebetrieb, bei dem die Duisburger Kitas grundsätzlich geöffnet blieben, aber an die Eltern appelliert werde, ihre Kinder möglichst zuhause zu betreuen. Dieses Modell habe das Land auch in Wuppertal erlaubt, sagte Stamp, der auch stellvertretender Ministerpräsident ist.

Die Ruhrgebietsstadt Duisburg will dagegen in die Notbetreuung zurückgehen. Dann dürften nur noch Kinder, die besondere Bedarfe haben und Kinder von Eltern mit systemrelevanten Berufen betreut werden.

Weiterhin gekürzte Betreuungszeit

Landesweit will Stamp in den Kitas derzeit bei dem eingeschränkten Regelbetrieb mit der coronabedingten Kürzung der Betreuungszeit um zehn Stunden pro Woche bleiben. Außerdem gibt es nur feste Gruppen. Damit solle die Stabilität der Kita-Betreuung für Eltern gesichert werden.

Stamp warnte davor, Kitas „als Pandemietreiber zu inszenieren“ und damit Ängste zu schüren. Es sei aber auch nicht so, dass Kitas völlig infektionsfrei seien. „Auch Kinder sind kleine Menschen.“

Während im Februar nach Angaben Stamps 1,8 Prozent der rund 10.000 Kitas in NRW zeitweise teils oder ganz geschlossen waren, stieg dieser Anteil von Anfang bis Mitte März auf 2,5 Prozent. Dieser leichte Anstieg sei „nicht wegzudiskutieren“, sagte Stamp. „Aber es ist keine Situation, die aus dem Ruder gelaufen ist.“

Kita-Personal soll mit Astrazeneca geimpft werden

Joachim Stamp hofft auf eine rasche Wiederaufnahme der Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin. Sein Ziel sei weiterhin, dass den rund 168.000 Beschäftigten im Kita-Bereich bis Ostermontag ein Impfangebot gemacht werden könne, sagte Stamp am Donnerstag. Er hoffe, dass die Impfungen kommende Woche fortgesetzt werden könnten.

Der Gebrauch des Astrazeneca-Impfstoffs war in Deutschland und weiteren Ländern nach vereinzelten Thrombosefällen nach Impfungen ausgesetzt worden. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wollte am Donnerstag entscheiden, ob das Vakzin weiter verwendet werden soll.

Stamp sagte, angesichts dieser Unsicherheiten müsse die Coronavirus-Impfstrategie permanent angepasst werden, „weil wir bestimmte Dinge einfach nicht in der Hand haben“. Der Minister würde sich auch öffentlich mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. Er wolle sich aber nicht dem Vorwurf ausgesetzt sehen, dass er sich vordrängele.

(dpa)