Düsseldorf: Land NRW zeichnet vier Flüchtlings-Initiativen mit Gesundheitspreis aus

Düsseldorf : Land NRW zeichnet vier Flüchtlings-Initiativen mit Gesundheitspreis aus

Für ihr Engagement bei der medizinischen Versorgung von Asylbewerbern hat das Land Nordrhein-Westfalen vier Flüchtlingsinitiativen mit seinem „Gesundheitspreis 2017“ ausgezeichnet. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) erklärte am Freitag bei der Preisverleihung in Düsseldorf, für hunderttausende Flüchtlinge in NRW müssten „dauerhafte und tragfähige Strukturen“ für eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung geschaffen werden.

Dies sei eine große Herausforderung. Alle Menschen müssten „ohne Hürden und unabhängig von ihrer Herkunft“ Zugang zu medizinischen Leistungen erhalten. Besondere Aufmerksamkeit verdienten traumatisierte Asylbewerber, geflüchtete Schwangere und unbegleitete Minderjährige.

Der Gesundheitspreis wird jährlich von der Landesinitiative „Gesundes Land Nordrhein-Westfalen“ vergeben und ist mit jeweils 5000 Euro pro Preisträger dotiert. Zu den diesjährigen Preisträgern gehören die Neusser St. Augustinus Kliniken mit ihrem Projekt „Ankommen in Deutschland — als Mensch mit Perspektive“. Ziel des Projektes ist es, Geflüchteten in den 30 Einrichtungen der St.-Augustinus-Kliniken eine berufliche Perspektive im Gesundheits- und Pflegebereich zu eröffnen. Eine Flüchtlingsmentorin und zahlreiche Job-Paten begleiten die Geflüchteten bei ihrer Einarbeitung.

Weiter ausgezeichnet wurde der Dortmunder Verein „Projekt Ankommen e. V“ für seine medizinische und psychotherapeutische Betreuung geflüchteter Menschen in verschiedenen Stadtteilbüros. Auch das Projekt „Medizinische Hilfe Solingen“ und die AG Flüchtlingshilfe der Medizinfachschaft an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität wurden für ihre ehrenamtliche Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen durch das Land ausgezeichnet.

Den diesjährigen Sonderpreis erhielt das Projekt „Förderung der interprofessionellen Versorgung Schwerstkranker und Sterbender“. Dieses Projekt wurde von der Ärztekammer Nordrhein und dem Pflegerat NRW ins Leben gerufen, um die regionale Versorgung von Schwerstkranken und Sterbenden zu verbessern und bei Ärzten und Pfleger berufsübergreifend „palliative Kenntnisse“ zu vermitteln.

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