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Lagebericht zum Zustand der Wälder in NRW

Neuer Lagebericht : Trockenheit und Schädlinge setzen Wald zu

Im dritten Jahr in Folge haben die Wälder in NRW unter extremer Trockenheit und den Befall durch den Borkenkäfer gelitten. Das hat der Landesforstbetrieb Wald und Holz bereits in diesem Jahr deutlich gemacht. Vor allem die Fichte ist betroffen.

Sie kann mangels Wasser nicht ausreichend Harz produzieren, das gegen Käferfraß schützt. Der Zustand des NRW-Waldes hatte sich schon im Jahr 2019 weiter verschlechtert: Nur jeder fünfte Baum wirkte damals äußerlich gesund und hatte keine Schäden.

Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) will am Freitag (11.00 Uhr) mit dem Waldzustandsbericht 2020 neue Erkenntnisse vorstellen. In den vergangenen Monaten hatten Experten an Hunderten Stichprobe-Punkten über 10.000 Bäume begutachtet, um die Vitalität einzuschätzen. Ein Indiz ist, wie licht die Baumkrone ist. Zur Bewältigung der Krise hat das Ministerium Förderangebote deutlich erweitert. In Nordrhein-Westfalen ist ein Viertel der Landesfläche mit Wald bedeckt. 40 Prozent des Waldes ist in privatem Besitz.

(dpa)