Köln: Kulturrat kritisiert mögliche kulturelle Einsparungen in Köln

Köln: Kulturrat kritisiert mögliche kulturelle Einsparungen in Köln

Der Deutsche Kulturrat wendet sich vehement gegen Einsparpläne im Kölner Kulturetat. Laut dem Spitzenverband der Bundeskulturverbände will der Kölner Stadtkämmerer Norbert Walter-Borjans 30 Prozent der kulturellen Mittel streichen.

Dies wäre ein „verheerendes Signal für die Kulturfinanzierung in Deutschland”.

„Wir rufen den gesamten Kulturbereich auf, Widerstand gegen die Einsparungen in Köln zu leisten”, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, am Mittwoch in Berlin.

Stadtkämmerer Walter-Borjans bestätigte auf ddp-Anfrage, dass er die Dezernenten in einem Schreiben auf nötige Einsparungen für das kommende Jahr hingewiesen habe.

Darin habe er vorgeschlagen, ressortübergreifend freiwillige städtische Ausgaben um insgesamt 30 Prozent zu kürzen. Für den Kulturbereich sei eine Kürzung um 22 Prozent errechnet worden. Der Kulturdezernent könne die Einsparungen eigenverantwortlich und damit möglichst schonend umsetzen.

Laut Walter-Borjans werden 2010 zusätzlich zu einem bereits eingeplanten Einnahmedefizit der Stadt von 124 Millionen Euro wegen der Wirtschaftskrise weitere 226 Millionen Euro im städtischen Budget fehlen.

„Wenn wir weniger Einnahmen haben und kein Schulden mehr machen dürfen, müssen wir zwangsläufig sparen”, betonte der Stadtkämmerer.