„Gastroguide Euregio“: Kulinarischer Führer durch die Region

„Gastroguide Euregio“ : Kulinarischer Führer durch die Region

Der neue „Gastroguide Euregio“ für die Region im Dreiländereck erscheint in diesen Tagen. Chefredakteurin Belinda Petri spricht im Interview mit unserer Zeitung über neue Trends bei gutem Essen.

In diesen Tagen erscheint der neue „Gastroguide Euregio“. Der kulinarische Führer durch die Grenzregion der drei Nachbarländer Deutschland, Belgien und Niederlande hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Vielzahl von Bewertungen gastronomischer Betriebe aller Kategorien zusammenzustellen, und dem Leser so einen verlässlichen Leitfaden zu den Küchen der Region an die Hand zu geben. Mit der „Gastroguide Euregio“-Chefredakteurin Belinda Petri hat sich Rudolf Teipel unterhalten.

Frau Petri, wie lange gibt es den „Gastroguide Euregio“ jetzt schon?

Belinda Petri: Mit der jetzt vorliegenden Ausgabe befinden wir uns in der 17. Auflage.

Und wie lange sind Sie schon dabei?

Petri: Lassen Sie mich überlegen. Seit dem Jahr 2006 bin ich beim Test-Team dabei. Seit 2017 verantworte ich als Chefredakteurin den Guide.

Was erwartet den Leser im neuen Führer?

Petri: Über 1000 Restaurant-Adressen mit kurzer Beschreibung. Auf unserer Website sind es übrigens noch ein paar mehr, die es aus Platzgründen nicht mehr ins Heft geschafft haben. Dazu die Aktualisierung wichtiger Daten wie Telefonnummern und Öffnungszeiten. 150 Restaurants werden ausführlicher rezensiert und vorgestellt dazu kommt unser Top-5-Ranking in den einzelnen Kategorien und hinsichtlich Kinderfreundlichkeit oder vegetarischem oder veganem Angebot. Es gibt auch immer unsere „großen Kritiken“ mit jeweils zwei Restaurants aus den drei Anrainerstaaten der Euregio, in der die Restaurantkonzepte ausführlich beschrieben und die Gastronomen persönlich vorgestellt werden.

Das ist eine ganze Menge. Wie testen Sie eigentlich und wer sind die Tester?

Petri: Wir haben ein breitgefächertes Tester-Team, sozusagen vom Studenten bis zum Professor. Sie testen unvoreingenommen und bis auf eine Aufwandsentschädigung auf eigene Kosten. Dabei bleiben sie völlig anonym und geben sich auch im Restaurant nicht zu erkennen. Wir sehen unsere Aufgabe nicht darin, die Gastronomen zu bekritteln oder gar „in die Pfanne zu hauen“. Vielmehr möchten wir als ganz normale Restaurantbesucher gesehen werden und insofern auch die Anliegen eines Durchschnittsgastes berücksichtigen und benennen.

Sie und Ihre Tester erhalten durch Ihre Restaurantsbesuche doch sicherlich tiefe Einblicke in die Gastroszene der Euregio. Gibt es neue Entwicklungen und Trends?

Petri: Inzwischen ist auch hier die Regionalküche ein Thema. Immer mehr Köche verwenden fast ausschließlich Produkte einheimischer Zulieferer, vom Gemüse bis zum Fleisch. Die Niederlande und Belgien scheinen bei dieser Art des Kochens Vorreiter zu sein. Die deutsche Küche hängt da noch etwas hinterher.

Was müsste sich hierzulande denn noch ändern?

Petri: Es ist nicht so, dass die deutsche Küche da weniger kreativ ist. Es gibt zum Bespiel viele deutsche Restaurants, die das regionale Thema auf ihre ganz eigene Weise interpetieren. Zum Beispiel erhält ein deutsches Traditionsgericht durch eine asiatische Würztextur einen ganz speziellen Pfiff. Das kann gerade für deutsche Restaurants ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal gegenüber der allenthalben um sich greifenden Systemgastronomie sein.

Es gibt also vieles kulinarisch zu entdecken und zu probieren in der Euregio. Wie kann der „Gastroguide Euregio“ dabei helfen?

Petri: Wir verstehen uns als Brückenschläger zwischen Gastronom und Gast. Es wäre schön, wenn der Leser unser Magazin auf seinen Touren in der Euregio immer dabei hätte, in der Tasche oder im Handschuhfach des Autos. Dann kann man zum Beispiel in Maastricht und Lüttich oder bei einer Tour durch das Dreiländereck einfach mal nachblättern und dann entscheiden, welches Restaurant man besuchen will.

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