Lüttich: Krawalle in Lüttich: Mehrere Festnahmen

Lüttich: Krawalle in Lüttich: Mehrere Festnahmen

In der Lütticher Innenstadt ist es am Freitag- und Samstagabend zu schweren Ausschreitungen zwischen einer Gruppe von Jugendlichen und der Polizei gekommen.

Vorausgegangen war am Samstag die Beerdigung eines jungen Mannes, der bei einem Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft von dem Juwelier in Notwehr erschossen worden war.

Eine Gruppe namens „Vigies” (in etwa: Wächter) hatte nach dem Tod des jungen Räubers zu einem Marsch durch die Lütticher Innenstadt aufgerufen, der aber von den Behörden verboten worden war. In der Folge des Verbots kam es nach der Beerdigung zu den Ausschreitungen in der Innenstadt. Randalierer zündeten Medienberichten zufolge mehrere Autos an und warfen Signalfackeln in Restaurants und einen Linienbus.

Die Polizei nahm zeitweise 32 Randalierer fest. Sechs wurden am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt, vier von ihnen sind noch minderjährig. Die Festgenommenen hatten bei ihrer Festnahme unter anderem Benzin dabei. Bei Durchsuchungen in der Stadt fand die Polizei später weitere Flaschen mit Benzin, die in der Innenstadt deponiert worden waren - so unter anderem auch hinter dem Rathaus.

Ein Sprecher der Lütticher Polizei erklärte am Montag, die Ermittlungen kämen gut voran. Im Laufe der Woche sei mit großer Wahrscheinlichkeit mit weiteren Festnahmen zu rechnen.

Am Sonntag hat die Gruppe „Vigies”, die besonders bei Facebook sehr aktiv ist, erneut zum Protest auf den Straßen Lüttichs aufgerufen, zum ”Marsch der Empörung” am kommenden Samstag, 19. November. Losgehen soll es dann um 15 Uhr auf dem Vorplatz des Lütticher Bahnhofs Guillemins.