Nach Antisemitismusvorwürfen: Kotsaba verzichtet auf Aachener Friedenspreis

Nach Antisemitismusvorwürfen : Kotsaba verzichtet auf Aachener Friedenspreis

Der wegen antisemitischer Äußerungen in die Kritik geratene Ukrainer Ruslan Kotsaba verzichtet auf den Aachener Friedenspreis.

Das teilte der Vorstand des Vereins Aachener Friedenspreis mit. Vor rund zwei Wochen hatte sich der Vorstand bereits dafür ausgesprochen, dem Journalisten den Preis doch nicht zu verleihen. Am 14. Juni hätte eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Vereins darüber entscheiden sollen. Nun kam Kotsaba dem zuvor.

Kurz nach dem der Verein angekündigt hatte, dass Kotsaba in diesem Jahr mit dem Preis ausgezeichnet werden solle, war ein Video mit antisemitischen Äußerungen Kotsabas aufgetaucht. Der Journalist hatte sich von den Aussagen distanziert und sich dafür entschuldigt. Den Preis hatte Kotsaba erhalten sollen, weil er sich für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts engagiert.

Der mit 4000 Euro dotierte Aachener Friedenspreis würdigt Verdienste um die Verständigung von Menschen und Völkern „von unten her“. Er ist unterteilt in einen internationalen und einen nationalen Preis. Nationale Preisträger sind in diesem Jahr Atomwaffengegner in der Eifel.

(dpa)
Mehr von Aachener Nachrichten