Köln: Korruptionsverdacht bei Wohnungsvergabe an Flüchtlinge in Köln

Köln : Korruptionsverdacht bei Wohnungsvergabe an Flüchtlinge in Köln

Mitarbeiter einer städtischen Immobiliengesellschaft und der Stadt Köln sollen Flüchtlingen gegen Geld Wohnungen verschafft haben. Es gebe einen Anfangsverdacht wegen gewerbsmäßiger Bestechung und Bestechlichkeit, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Am Morgen durchsuchte die Polizei die Wohnungen und Büroräume von zwei Frauen und einem Mann bei der Immobiliengesellschaft und der Stadt.

Eine der Frauen arbeitet den Angaben zufolge beim Amt für Wohnungswesen. Gegen die 51-Jährige sei eine Untersuchung eingeleitet worden, teilte die Stadt Köln mit. Die Mitarbeiterin sei bis auf Weiteres freigestellt worden.

Die drei Beschuldigten werden verdächtigt, Wohnungen unter Umgehung der Vergabekriterien an Flüchtlingsfamilien vermittelt zu haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft erklärten. Dafür sollen die Flüchtlinge Bestechungsgeld gezahlt haben. Die Mitarbeiterin im Amt für Wohnungswesen steht nach Angaben der Stadt im Verdacht, Bargeld angenommen haben.

Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeigers” sollen pro Wohnung 3000 Euro geflossen sein. Die Ermittler gehen von einer zweistelligen Anzahl an Fällen aus.

(dpa)
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