Klimakrise in den Wäldern: Kommunen fordern nationalen Aktionsplan

Klimakrise in den Wäldern : Kommunen fordern nationalen Aktionsplan

Angesichts der Klima-Folgen für die Wälder haben Städte und Gemeinden einen „nationalen Aktionsplan“ von Bund und Ländern gefordert.

„Die Situation in den Wäldern wird immer dramatischer“, heißt es in einem Positionspapier, das der Gemeindewaldbesitzerverband NRW am Freitag in Bonn verabschiedete. Stürme, Hitze, Dürre und die rasante Ausbreitung von Borkenkäfern hätten in den Wäldern enorme Schäden angerichtet.

In dieser „seit Jahrzehnten schwersten Krise in der Forstwirtschaft“ seien klare finanzielle Zusagen erforderlich, erklärte der Verband, der die waldbesitzenden Kommunen vertritt. Die NRW-Landesregierung hatte Ende Juli beschlossen, die für die Aufforstung vorgesehenen Gelder auf zehn Millionen Euro jährlich zu verdoppeln.

Im Vorfeld der Vorstandssitzung am Freitag hatte sich die Geschäftsführerin des Verbandes, Ute Kreienmeier, für einen Hilfseinsatz der Bundeswehr in den Wäldern ausgesprochen. Die Soldaten könnten unter anderem helfen, von Borkenkäfern befallene Bäume abzutransportieren, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass die Bundeswehr Amtshilfe in deutschen Wäldern prüfe.

Ein Sprecher des NRW-Umweltministeriums teilte auf Anfrage mit, ob und in welchen Bereichen die Bundeswehr die Waldbesitzer unterstützen könne, werde in der „Task Force Käfer“ beraten. In diesem Kreis diskutieren Vertreter des Landes, der Waldeigentümer, der Holzwirtschaft und der Naturschutzverbände über Maßnahmen gegen die Borkenkäferplage.

(dpa)