Aachen: Komiker Jürgen B. Hausmann tourt mit seinem Weihnachtsprogramm

Aachen : Komiker Jürgen B. Hausmann tourt mit seinem Weihnachtsprogramm

„Heute jeht's zum Hausmann — wat tun wir uns da bloß an?“: Wie fast alles im Programm von Jürgen B. Hausmann darf man auch diese Frage durchaus doppeldeutig verstehen. Der Alsdorfer Komiker ist mit seinen humorvollen Alltagsbeobachtungen, die er in eine ordentliche Portion Lokalkolorit tunkt, zu einer festen Größe im Rheinland geworden.

Fast schon traditionell sind seine Auftritte im Aachener Eurogress, dessen Europasaal er auch am vergangenen Sonntagabend bis beinahe auf den letzten Platz gefüllt hat.

Die Sache mit der Zweideutigkeit fängt bei Jürgen Beckers, wie der gelernte Latein- und Geschichtslehrer tatsächlich heißt, schon beim Namen an. Das Pseudonym Hausmann ist nämlich sowohl Unterscheidungsmerkmal wie eine Art Berufsbezeichnung — zumindest, wenn der 53-Jährige auf der Bühne steht. Dort nimmt er sich in seinem aktuellen Weihnachtsprogramm „Alle Jahre widder“ den Unwegsamkeiten der bevorstehenden Festtage an.

Für seine Komik braucht Beckers keine langen Umschweife. Wenn er etwa an der Fleischtheke zwei Schweineohren bestellt und die Frau neben ihm trocken bemerkt: „Manche Wünsche gehen sofort in Erfüllung.“ Mit solchen kurzen Versatzstücken, die Beckers zu einem fast zweistündigen Soloprogramm aufgebaut hat, greift er immer wieder überzeichnete Alltagssituationen auf, in denen sich so mancher offenbar wiedererkennt.

Dabei ist er nicht nur ein scharfer Beobachter der Menschen und ihrer Sprache — der Mann kann auch singen. Bei seinen musikalischen Einlagen wird er seit jeher von Harald Claßen begleitet, mal auf dem Keyboard, mal mit dem Saxofon. Seit 18 Jahren sind die beiden gemeinsam auf den Bühnen der Region unterwegs, aber die Heimspiele im Eurogress seien ihnen eben doch die liebsten, wie er sagte. „Im Sauerland lachen die Leute zwar auch, aber es ist immer wieder schön, zu Hause zu sein.“