Köln: Kölner Rosenmontagszug mit optimiertem Sicherheitskonzept

Köln: Kölner Rosenmontagszug mit optimiertem Sicherheitskonzept

Als Reaktion auf das schwere Unglück bei der Duisburger Loveparade wird es in diesem Jahr ein optimiertes Sicherheitskonzept für den Kölner Rosenmontagszug geben.

„Wir hatten uns schon immer einvernehmlich mit den sicherheitsrelevanten Behörden wie Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt abgestimmt. Diese Absprachen werden jetzt erstmals schriftlich dokumentiert”, sagte Zugleiter Christoph Kuckelkorn am Montag in Köln.

Darüber hinaus werde weiterhin in die Sicherheit der Großveranstaltung investiert, zu der am 7. März wieder rund eine Million Besucher erwartet werden: „Wir werden erstmals den Funkverkehr für den Zug auf digitaler Basis haben, der dann auch weniger störanfällig ist.” Dies ermögliche auch eine neue Struktur der Funkebenen, betonte Kuckelkorn: „Das erleichtert eine unmissverständliche und eindeutige Kommunikation.”

Bei der Loveparade in Duisburg waren am 24. Juli vergangenen Jahres 21 Menschen getötet und über 500 verletzt worden. Als Verantwortlicher einer Großveranstaltung habe ihn die Duisburger Katastrophe schockiert, sagte Kuckelkorn: „Uns war sofort klar, dass dieses Ereignis unmittelbar Auswirkungen auf alle vergleichbaren Großveranstaltungen haben wird.”

Den letzten schweren Unglücksfall beim Kölner Rosenmontagszug hatte es im Jahr 2002 gegeben. Damals war eine junge Frau, die als ehrenamtliche Sicherheitskraft den Zug begleitete, von einem Prunkwagen überrollt und tödlich verletzt worden.

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