Köln: Kölner Modedesignerin verkaufte Billigware als eigene Edelkonfektion

Köln: Kölner Modedesignerin verkaufte Billigware als eigene Edelkonfektion

Eine 65-jährige Modedesignerin aus Köln soll billige Kleidungsstücke umetikettiert und als teure Produkte aus ihrer eigenen Kollektion verkauft haben.

Bei einer Hausdurchsuchung im Kölner Villenvierel Marienburg stellte die Polizei 86 Bekleidungsstücke sicher, an denen teilweise die ursprünglichen Einnäher mit neuen Markenlabels übernäht wurden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurde die Kleidung bis zu 16-fach vom tatsächlichen Wert ausgezeichnet.

Bislang gehen die Ermittler von einem Schaden von mehreren Tausend Euro aus. Die bereits mehrfach vorbestrafte Frau muss sich nun wegen Betruges verantworten. Bereits seit Juni 2010 laufen die Ermittlungen gegen die 65-Jährige.

Zuvor hatten drei Frauen aus Düsseldorf in einem Ausstellungsraum der Betrügerin Kleidung gekauft. Danach entdeckten sie an den Stücken die Waschanleitungen einer Bekleidungskette und Hinweisschilder auf die Produktion in Indien und der Türkei. Die Frauen hatten bis zu 190 Euro für ein Kleidungsstück gezahlt, im Handel war die Kleidung mit einem Preis von jeweils 4,95 Euro ausgezeichnet.

Auf den Schwindel angesprochen, verweigerte die 45-Jährige eine Rücknahme der Ware. Als bei der Polizei eine Anzeige gegen die Frau einging, war der Personenkreis der Geschädigten bereits gewachsen.

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