Köln: Kölner Messe will zurück in die Gewinnzone

Köln: Kölner Messe will zurück in die Gewinnzone

Die Kölner Messegesellschaft hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 34,1 Millionen Euro verzeichnet. 2009 hatte unter dem Strich ein Fehlbetrag von gut 20 Millionen Euro gestanden.

Als wesentlichen Grund für das Minus nannte Messechef Gerald Böse am Mittwoch die hohen Mietzahlungen für die Hallen. Außerdem gelte: „Wir haben im Jahr 2010 nicht so viele margenstarke Veranstaltungen gehabt.” Manche Messen finden nur alle paar Jahre statt.

Beim Umsatz blickt die Messe dagegen mit 237 Millionen Euro auf das stärkste Jahr ihrer Geschichte zurück. Wesentlich dazu beigetragen habe die Expo 2010 in Shanghai. Die Koelnmesse hatte im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums den deutschen Pavillon für die Weltausstellung organisiert.

Vor allem im Ausland erwartet Böse auch künftig ein deutliches Wachstum. Bis 2013 will er das Unternehmen unter anderem durch Einsparungen in die Gewinnzone führen. Der Aufsichtsratsvorsitzende, der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD), sagte: „Die Koelnmesse wird auf Effizienz getrimmt.” Ein weiterer Personalabbau über die bereits 2009 beschlossenen 80 Stellen sei aber nicht geplant, sagte Messe-Geschäftsführer Herbert Marner.

„Deutliche Bewegung” sieht Roters im schon Jahre laufenden Rechtsstreit um die Messehallen. 2004 hatte die Stadt Köln die neu errichteten Hallen in einem Dreiecksgeschäft für einen Zeitraum von 30 Jahren vom Esch-Fonds gemietet und sie an die Messegesellschaft weiterverpachtet. Der Europäische Gerichtshof erklärte den Vertrag jedoch für wettbewerbswidrig.

Seitdem zahlt die Stadt dem Esch-Fonds nicht mehr die volle Miete, sondern nur noch Ausgleichszahlungen in Höhe von etwa 70 Prozent der ursprünglich vereinbarten Miete. Was den weiteren Verlauf des Gerichtsverfahrens betrifft, zeigte sich Roters optimistisch: „Hier ist auch langfristig mit dauerhafter Entlastung zu rechnen.”

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