Kostüme, Sitzungstickets und Getränke: Kölner Jecken geben mehr Geld aus als früher

Kostüme, Sitzungstickets und Getränke : Kölner Jecken geben mehr Geld aus als früher

Karnevalisten greifen für Kostüme, Sitzungstickets und Getränke tiefer in die Tasche als früher. Für den Kölner Karneval - also die Zeit zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch - seien zuletzt 596 Millionen Euro ausgegeben worden, heißt es in einer am Montag vorgestellten Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) für das Festkomitee Kölner Karneval.

Die Autoren beziehen sich auf die Karnevals-Saison 2017/18, also die „Session“. Damit habe sich der jecke Umsatz in zehn Jahren um 29 Prozent erhöht. Fast die Hälfte des Anstiegs geht auf die Inflation zurück.

Bei der jüngsten vergleichbaren Studie zur Session 2007/08 hatte BCG einen Wert von 461 Millionen Euro als Wirtschaftskraft ermittelt für „Fastelovend“, wie die jecke Zeit auch genannt wird.

Rund 6500 Arbeitsplätze sind den Angaben zufolge vom Karneval abhängig. Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, sagte: „Gastronomie, Hotelgewerbe und Einzelhandel profitieren vom stetigen Zulauf karnevalsbegeisterter Feiernder aus Köln, dem Umland und ganz Deutschland.“ Gründe für das Umsatzplus sind der Studie zufolge unter anderem eine höhere Anzahl an Veranstaltungen sowie generell mehr Besucher.

Der dickste Batzen im jecken Geschäft entfällt laut Studie auf die Gastronomie mit 257 Millionen Euro. Das war ein Plus von 34 Prozent im Vergleich zur vorangegangenen Studie. Für Textilien - also Kostüme - wurden 110 Millionen Euro ausgegeben (plus 41 Prozent). Auch Hotels profitieren, weil mehr Jecken in die Domstadt reisen als früher. Zudem wurden Tickets für Karnevalssitzungen teurer - das bezeichnen die Autoren als „Herausforderung“, die angegangen werden sollte.

In den kommenden Tagen geht der Karneval im Rheinland wieder seinem alljährlichen Finale entgegen, inklusive Rosenmontags-Zug mit unzähligen Feiernden am Straßenrand. Aschermittwoch ist dieses Jahr der 6. März - dann ist das jecke Treiben vorerst vorbei.

(dpa)
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