Köln: Kleine Tochter getötet: Sorgerechtsstreit als Motiv

Köln: Kleine Tochter getötet: Sorgerechtsstreit als Motiv

Ein Streit ums Sorgerecht ist wahrscheinlich der Hintergrund für den gewaltsamen Tod eines zweijährigen Mädchens in Köln.

Gegen den 37 Jahre alten Vater werde Haftbefehl wegen Mordes beantragt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Alf Willwacher, am Dienstag.

Der Mann hatte sich am Montag der Polizei gestellt und gestanden, seine kleine Tochter getötet zu haben. Allerdings könne er sich an die Tat als solche nicht erinnern, sagte er bei seiner Vernehmung. Zur Todesart des Kindes wollten die Ermittler keine Angaben machen.

Die Eltern des Mädchens lebten seit längerer Zeit getrennt. „Es gab einen erbittert geführten Streit um das Sorgerecht, der auch vor Gericht ausgetragen wurde”, sagte Willwacher. Die Mutter hatte geplant, mit der Tochter in eine andere Stadt zu ziehen.

Die Zweijährige hatte sich am Wochenende im Rahmen der vereinbarten Besuchsregelung bei ihrem Vater aufgehalten. In dessen Wohnung fand der Großvater am Sonntag die Leiche seiner Enkelin. Der 37-Jährige war zunächst verschwunden, erschien am nächsten Tag aber auf einer Polizeiwache.

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