Düsseldorf/Sevilla: Keine schnelle Auslieferung von mutmaßlichem Frauenmörder erwartet

Düsseldorf/Sevilla : Keine schnelle Auslieferung von mutmaßlichem Frauenmörder erwartet

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Düsseldorfer Frauenmörders Ali S. in Sevilla ist eine schnelle Abschiebung nach Deutschland unwahrscheinlich. Eine Anfrage dazu bei den spanischen Behörden brachte am Donnerstag kein Ergebnis.

Zuständig für die Entscheidung über eine Auslieferung ist nach spanischem Recht die Staatsanwaltschaft. Die Verfahren dauern erfahrungsgemäß lang. In Deutschland laufen Mordermittlungen gegen den Mann.

Die spanische Polizei hatte den 44-jährigen Iraner am Mittwoch unweit der historischen Altstadt von Sevilla festgenommen. Nach einer spanischen Polizeimitteilung, über die auch die „Bild”-Zeitung berichtete, hatte der Verdächtige versucht zu fliehen und sich dann aggressiv gewehrt. Er sitzt nun in Spanien in Haft.

Ali S. soll am Montag vergangener Woche - möglicherweise aus verschmähter Liebe - eine 36 Jahre alte Frau in Düsseldorf verfolgt, heimtückisch angegriffen und erstochen haben. Der Iraner und sein Opfer hatten sich nach Angaben der Ermittler gekannt: Die Frau wohnte in unmittelbarer Nachbarschaft eines Kiosks, in dem der Mann arbeitete.

(dpa)
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