Warnstreik beim WDR: Keine Live-Sendung des „Morgenmagazins“

Warnstreik beim WDR : Keine Live-Sendung des „Morgenmagazins“

Die aktuellen Tarifauseinandersetzungen beim WDR ziehen sich nun schon über Monate hin. Am Mittwoch gab es zum wiederholten Mal Warnstreiks - mit sichtbaren Auswirkungen auf einige Sendungen.

Wegen eines Warnstreiks beim WDR konnten ARD und ZDF das „Morgenmagazin“ am Mittwoch nicht live senden. „Das reguläre Morgenmagazin entfällt auf Grund eines Warnstreiks. Sie sehen eine Aufzeichnung von heute früh“, blendete die ARD am frühen Morgen im laufenden Programm ein. Eine WDR-Sprecherin erläuterte, in der Zeit von 3.00 bis 4.00 Uhr sei eine Sendungsstunde vorproduziert worden, die dann ab Beginn des Warnstreiks wiederholt gezeigt worden sei. Zudem seien statt der aktuellen ARD-Sendung „Live nach 9“ ein „Best of“ des Formats gesendet worden, gleiches gilt auch für die Nachmittagssendung „Hier und Heute“. Im Radioprogramm waren laut WDR für die Zuhörer zunächst keine Auswirkungen spürbar.

Die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Journalistenverband (DJV) hatten alle WDR-Beschäftigten am Mittwoch von 4.00 Uhr an zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Damit wollen die Gewerkschaften Druck in der laufenden Tarifrunde machen. Nach Angaben des DJV beteiligten sich beim WDR rund 530 Beschäftigte an dem Warnstreik, bundesweit sollen es mehr als 3000 gewesen sein.

In den vergangenen Wochen hatte es bereits mehrfach Warnstreiks beim WDR gegeben. In den laufenden Tarifverhandlungen fordert die Arbeitnehmerseite für die Mitarbeiter unter anderem sechs Prozent mehr Geld. Der WDR hat nach eigenen Angaben als Angebot eine stufenweise Erhöhung von zusammengerechnet 4,25 Prozent vorgelegt. Die Verhandlungen sollen am 26. September fortgesetzt werden.

Warnstreiks hatten die Gewerkschaften auch für andere ARD-Anstalten angekündigt, etwa beim Norddeutschen und beim Bayerischen Rundfunk.

(dpa)
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