Düsseldorf/Aachen: Kein Chaos durch Tief „Daisy”

Düsseldorf/Aachen: Kein Chaos durch Tief „Daisy”

Das befürchtete Chaos durch Tief „Daisy” ist am Samstag in Nordrhein-Westfalen weitgehend ausgeblieben. Zwar gab es seit der Nacht landesweit ergiebigen Schneefall und mitunter erhebliche Schneeverwehungen.

Der Schnee lag je nach Ort zwischen 5 und 25 Zentimeter hoch. Die Autofahrer zeigten sich aber gut vorbereitet, so dass es nur relativ wenig Verkehrsunfälle gab.

Die Landesleitstelle der Polizei sprach von „einem ziemlich ruhigen Tag”, da offenbar viele Verkehrsteilnehmer auf nicht unbedingt notwendige Autofahrten verzichtet hatten.

Allerdings starb bei Übach-Palenberg ein 38-jähriger Mann, als ein Auto auf schneebedeckter Straße in den Gegenverkehr rutschte. Der 40-jährige Fahrer des Wagens war auf der glatten B 221 ins Schleudern geraten und auf die Gegenfahrbahn gerutscht. Hier kollidierte sein Fahrzeug mit einem anderen Auto. Dabei wurde der Beifahrer des 40-Jährigen auf der Stelle getötet. Die beiden Insassen des anderen Autos wurden schwer verletzt, der Unfallverursacher erlitt leichte Verletzungen. Trotz der winterlichen Straßenverhältnisse war sein Auto lediglich mit Sommerreifen ausgestattet. Zudem war das Todesopfer offensichtlich nicht angeschnallt gewesen.

In Geldern (Kreis Kleve) wurde ein 48-jähriger Autofahrer schwer verletzt, als er in einer Schneeverwehung auf der B 58 die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und seitlich gegen einen Baum prallte. Auch bei Xanten (Kreis Wesel) prallte eine 27 Jahre alte Autofahrerin mit ihrem Fahrzeug gegen einen Baum und wurde schwer verletzt.

Auf den Fernstraßen lief der Verkehr weitgehend störungsfrei, lediglich auf der A 4 zwischen Düren und dem Kreuz Aachen musste ein Fahrstreifen wegen Eisglätte gesperrt werden. Auf der A 2 behinderten Schneeverwehungen zwischen Exter und Herford-Ost die Autofahrer, auch im Raum Gütersloh mussten die Autobahnmeistereien gegen Schneeverwehungen ankämpfen. Im Nah- und Fernverkehr der Bahn kam es zu einigen witterungsbedingten Verspätungen.

Die Flughäfen in NRW meldeten einen weitgehend störungsfreien Betrieb. Verzögerungen bei den Abflügen gab es lediglich durch die notwendigen Enteisungen der Maschinen. Am Nachmittag hob der Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen seine Unwetterwarnung für NRW teilweise wieder auf. Die Niederschläge zogen allmählich nach Norden ab. In den kommenden Tagen soll es bei anhaltendem Frost nur noch wenig schneien.

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