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Zwölf Verletzte: Jugendfeuerwehr Wegberg während Zeltlager in schweren Unfall verwickelt

Zwölf Verletzte : Jugendfeuerwehr Wegberg während Zeltlager in schweren Unfall verwickelt

Am Donnerstagnachmittag sind bei einem schweren Verkehrsunfall acht Kinder und vier Erwachsene verletzt worden. Ein Transporter der Jugendfeuerwehr Wegberg geriet in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem Auto.

Bei einer Kollision eines Transporters der Jugendfeuerwehr Wegberg mit einem Auto in Goch am Niederrhein sind zwölf Menschen verletzt worden. Darunter waren acht Kinder und Jugendliche. Drei Betreuer und drei Kinder der Jugendfeuerwehr mussten im Krankenhaus behandelt werden und blieben laut Feuerwehr Wegberg zur Beobachtung über Nacht dort.

Der mit drei Erwachsenen und sechs Kindern besetzte Transporter war am Nachmittag auf einer Bundesstraße aus noch ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geraten. Dort stieß er mit einem Auto zusammen, in dem eine 50-Jährige mit ihren beiden neun und zwölf Jahre alten Söhnen saß. Durch die Kollision sei der Transporter auf die Seite gekippt. Eingeklemmt oder eingeschlossen war nach Feuerwehrangaben keine der beteiligten Personen.

Die Jugendfeuerwehr war die Woche über im Zeltlager am Eyller See in der Nähe von Kerken. Am Donnerstag hatte ein Ausflug in Kleve auf dem Programm gestanden, wie die Feuerwehr Wegberg berichtet. Auf dem Rückweg zum Zeltlager kam es auf der B9 zu dem Unfall.

Aufgrund der großen Anzahl an verletzten Personen wurde an der Unfallstelle eine sogenannte MANV-Lage ausgelöst, nach der eine vorbestimmte Anzahl an Rettungsmitteln zur Unfallstelle gekommen ist. Auch ein Rettungshubschrauber war zur Stelle, wurde aber letztlich nicht benötigt. Auch Wehrleiter Dietmar Gisbertz machte sich auf den Weg zur Unfallstelle und half bei der Betreuung und Organisation.

Die Jugendfeuerwehr wurde ins Gerätehaus der Feuerwehr Goch eingeladen, mit Pommes und Nuggets versorgt und anschließend mit Hilfe der Gocher Kollegen nach Wegberg gefahren, wo die Eltern und das Team zur Psychosozialen Unterstützung der Feuerwehr auf sie warteten.

Den Wegberger Jugendlichen, die zwischen zwölf und 18 Jahre alt sind, geht es den Umständen entsprechend gut, wie Feuerwehrpressesprecherin Lena Graab am Freitagmorgen sagte. Die Jugendlichen, die nicht im Krankenhaus blieben, wurden von Feuerwehrleuten aus Goch bereits am Donnerstagabend nach Wegberg zurückgefahren. „Hier konnten sie von ihren Eltern in die Arme geschlossen werden“, sagte Graab. Besonders den Kindern, die im Unfallauto saßen, war der Schock allerdings noch anzumerken. „Das war schon ein schwerer Verkehrsunfall“, sagte Graab.

Insgesamt war die Wegberger Jugendfeuerwehr mit 14 Jugendlichen und sechs Betreuern in dem Zeltlager. Als sie von dem Ausflug zurückkehrten, fuhren sie in drei Fahrzeugen, das Unfallfahrzeug fuhr am Ende der Wegberger Kolonne, so dass die anderen Jugendlichen den Unfall „glücklicherweise“ nicht direkt gesehen hätten, wie Graab sagte.

Angesichts der Schwere des Unfalls sei die ganze Sache für die Jugendlichen noch einmal glimpflich ausgegangen, sagte Graab, denn die Jugendlichen und Betreuer hätten das Unfallfahrzeug schon verlassen können, bevor die Retter eintrafen. Allerdings teilte die Polizei Kleve am Freitagvormittag mit, dass die Fahrerin des Feuerwehr-Mannschaftswagen schwer verletzt worden sei. Der Mannschaftstransportwagen ist schwer beschädigt und wurde zur Unfallaufnahme sichergestellt.

(ger/red)