Jülich: Jülicher Forscher wollen Batterien für Elektroautos verbessern

Jülich: Jülicher Forscher wollen Batterien für Elektroautos verbessern

Damit Elektroautos die Fahrzeuge der Zukunft werden können, müssen ihre Batterien noch stark verbessert werden. Dazu wurde am Mittwoch in Jülich der Kompetenzverbund Nord (KVN) gegründet. Das Bundesforschungsministerium fördert diesen Verbund mit elf Millionen Euro.

„So legen wir die Basis, dass künftig Elektroautos mit deutschem Know-how auf Fahrt gehen„, sagte Staatssekretär Thomas Rachel (CDU) in Jülich.

Insgesamt investiert der Bund 200 Millionen Euro in die Forschung für Elektromobilität. Bei den Batterien für Elektroautos hätten bisher Asien und die Vereinigten Staaten einen Innovationsvorsprung, den man ausgleichen wolle.

„Im KVN führen jetzt die Universitäten Münster, Hannover und Bochum, die RWTH Aachen, das Düsseldorfer Max- Planck-Institut für Eisenforschung sowie das Forschungszentrum Jülich ihre Batterieforschung zusammen - mit dieser Kompetenz wird es bald leistungsfähigere, kostengünstigere und haltbarere Batterien als bisher geben„, erläuterte Hans Peter Buchkremer vom Jülicher Forschungszentrum als Sprecher des KVN.

Erst mit leistungsfähigen Batterien seien Elektroautos konkurrenzfähig. Die Marktreife hierfür sei in frühestens fünf Jahren zu erwarten. Die heutigen Batterien der Elektroautos seien viel zu teuer, zu leistungsschwach, hätten zu lange Be- und Entladezeiten und mit rund drei Jahren eine zu kurze Haltbarkeit. Um das alles zu optimieren, müssten vor allem neue Materialien für die Batterien erprobt werden.