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Wieder in Köln: Jüdisches Gebetbuch aus dem Mittelalter kehrt zurück

Wieder in Köln : Jüdisches Gebetbuch aus dem Mittelalter kehrt zurück

Nach fast 600 Jahren ist jetzt ein prächtiges jüdisches Gebetbuch an seinen Ursprungsort Köln zurückgekehrt. Der sogenannte „Machsor“ war nach Vertreibung der jüdischen Gemeinde 1424 aus der Stadt verschwunden.

Erst im 17. Jahrhundert war in Amsterdam wieder aufgetaucht. Deswegen wird er heute als „Amsterdam Machsor“ bezeichnet, obwohl er aus Köln stammt.

Mittlerweile wurde das 331-seitige Werk mit Illustrationen, Schmuckbuchstaben und Gold-Illuminationen vom Jüdisch-Historischen Museum in Amsterdam und vom Landschaftsverband Rheinland in Köln gemeinsam aufgekauft.

Nach Öffnung des zurzeit entstehenden Jüdischen Museums in Köln soll es abwechselnd dort und in Amsterdam ausgestellt werden. Vorab ist der Machsor nun im Kölner Wallraf-Richartz-Museum zu sehen.

Nach Fertigstellung des neuen Jüdischen Museums soll das prachtvolle 331-seitige Werk in der Dauerausstellung gezeigt werden. Foto: dpa/Oliver Berg

Thomas Otten, Direktor des im Bau befindlichen Kölner Museums, sagte am Dienstag, der „Amsterdam Machsor“ öffne „ein einzigartiges Fenster in das mittelalterliche Köln und die jüdische Geschichte der Stadt“. Der Machsor werde in dem „MiQua“ genannten Museum eine Schlüsselrolle einnehmen.

(dpa)