Köln/Bonn: Journalisten in NRW streiken erneut

Köln/Bonn: Journalisten in NRW streiken erneut

Im Tarifstreit bei den Zeitungen machen die Gewerkschaften weiter Druck auf die Verleger. Am Donnerstag legten etwa 130 Journalisten bei Kölner und Bonner Tageszeitungen vorübergehend ihre Arbeit nieder, wie ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sagte.

Sie reagierten damit auf Sparpläne der Verleger. In den vergangenen Wochen war es immer wieder zu Protesten gekommen. Die Verleger wollen nach Gewerkschaftsangaben massive Einschnitte bei Gehältern und Sozialleistungen durchsetzen.

So wollen die Arbeitgeber unter anderem das Weihnachts- und Urlaubsgeld zusammenlegen und damit kürzen. Auch bei der Altersvorsorge sind Einschnitte vorgesehen. Die Gehälter und Leistungen für Berufseinsteiger sollen massiv beschnitten werden.

Die Journalistengewerkschaften wollen hingegen für alle Beschäftigten vier Prozent mehr Gehalt durchsetzen und an allen tariflichen Leistungen wie Altersvorsorge oder Urlaubsgeld festhalten.

Die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern waren in der vergangenen Woche nach der vierten Runde ergebnislos abgebrochen worden. Einen Termin für ein weiteres Treffen gibt es nach Angaben des Deutschen Journalisten-Verbands NRW bislang nicht.

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