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Leicht zurückgegangen: Jeder neunte NRW-Bürger auf staatliche Hilfe angewiesen

Leicht zurückgegangen : Jeder neunte NRW-Bürger auf staatliche Hilfe angewiesen

Die Zahl der Empfänger von staatlichen Hilfeleistungen in Nordrhein-Westfalen geht weiter leicht zurück. Nach Angaben des Statistischen Landesamt von Mittwoch haben 2019 rund 1,9 Millionen Menschen die sogenannte soziale Mindestsicherung erhalten.

Das sind im Vorjahresvergleich etwa 69.000 oder 3,4 Prozent weniger. Damit war laut IT.NRW im Dezember 2019 etwa jeder neunte Einwohner in NRW auf diese Leistung angewiesen.

Innerhalb dieser Gruppe war die Zahl der Harz-IV-Bezieher 2019 in NRW ebenfalls leicht rückläufig. Im vergangenen Jahr bezogen die Grundsicherung für Jobsuchende etwas 1,5 Millionen Menschen (-3,5 Prozent). Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei der Erwerbsminderung stieg dagegen 2019 leicht um 0,4 Prozent auf 283.000 Menschen an. Laut dem Statistischen Landesamt beziehen auch weniger Asylbewerber Leistungen. 2019 ging die Zahl der Empfänger um 11,3 Prozent auf etwa 87.400 zurück.

2016 hatten noch 2,2 Millionen Bewohner staatliche Leistungen zur Mindestsicherung bezogen. Der Rückgang unter die 2-Millionen-Grenze in NRW ist unter anderen auf den Rückgang bei den Flüchtlingszahlen zurückzuführen. Den anteilig höchsten Hilfsbedarf aller 396 Städte und Gemeinden in NRW hat Gelsenkirchen. Dort bekommen 22 Prozent der Einwohner Leistungen. Am niedrigsten liegt die sogenannte Mindestsicherungsquote mit 2,2 Prozent in Hallenberg im Hochsauerlandkreis.

(dpa)