Kampf gegen Clankriminalität: Innenminister Herbert Reul stellt „Siko Ruhr“ vor

Kampf gegen Clankriminalität : Innenminister Herbert Reul stellt „Siko Ruhr“ vor

Bei der Bekämpfung von Clankriminalität arbeiten viele Behörden eng zusammen. Damit dies im Ruhrgebiet noch besser klappt, nimmt in Essen jetzt die „Sicherheitskooperation Ruhr“ ihre Arbeit auf.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung setzt große Hoffnung in eine neue, behördenübergreifende Dienststelle zur Bekämpfung von Clankriminalität. „Sie wird ein ganz wichtiger Baustein in der Bekämpfung dieses Kriminalitätsphänomens“, sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Dienstag bei der Vorstellung der Dienststelle in Essen. Die „Siko Ruhr“ genannte „Sicherheitskooperation Ruhr zur Bekämpfung der Clankriminalität“ soll Mitte nächsten Jahres ihre Arbeit aufnehmen.

In der Dienststelle sollen Vertreter von Landes- und Bundespolizei, Kommunen, Zollbehörden und Finanzverwaltung Informationen sammeln sowie Maßnahmen gegen Clankriminalität bündeln und koordinieren. Die „Siko“ werde aus einem festen Mitarbeiterstab von etwa zehn Personen bestehen, hieß es. Je nach Bedarf sollen auch andere Institutionen Vertreter entsenden.

Die Bekämpfung von Clankriminalität ist einer der Schwerpunkte der Landesregierung. Das laut Reul „deutschlandweit einmalige“ Projekt wird im Rahmen der Ruhr-Konferenz umgesetzt. Bei der Einrichtung der „Siko“ greifen die Behörden auf ihre Erfahrungen aus einem „Innerbehördlichen Koordinierungskreis“ zurück, den es für Essen und Mülheim bereits seit Anfang 2017 gibt.

(dpa)