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Wirtschaftsauskunftei:: In NRW droht 2021 Insolvenzwelle

Wirtschaftsauskunftei: : In NRW droht 2021 Insolvenzwelle

In Nordrhein-Westfalen droht in diesem Jahr infolge der Coronavirus-Pandemie eine Insolvenzwelle.

Die Zahl der Firmenpleiten im bevölkerungsreichsten Bundesland könne auf rund 10.000 steigen, warnte am Freitag die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel. Das wären mehr als doppelt so viele wie 2020. Bundesweit hält Crifbürgel-Geschäftsführer Frank Schlein sogar 35.500 Firmeninsolvenzen für möglich, nach 15 865 im Vorjahr.

„Bedingt durch die Corona-Krise haben viele Unternehmen in Deutschland derzeit wirtschaftliche Probleme“, sagte Schlein. Über 300.000 Unternehmen seien aktuell in finanziellen Schwierigkeiten. Dies spiegle sich jedoch in den Insolvenzzahlen bislang noch nicht wieder.

Im Gegenteil: Im vergangenen Jahr meldeten laut Crifbürgel in Deutschland lediglich 15.865 Unternehmen eine Insolvenz an, 16,5 Prozent weniger als im Vorjahr. In Nordrhein-Westfalen ging die Zahl der Insolvenzen um 20,7 Prozent auf 4357 zurück. Hauptursache für diese Entwicklung sei die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht in Kombination mit den zahlreichen Hilfspaketen für die Unternehmen.

Die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft würden deshalb erst allmählich - in diesem und im kommenden Jahr - voll sichtbar, betonte Schlein. Neben dem „normalen“ Insolvenzgeschehen droht allein in NRW der Wirtschaftsauskunftei zufolge eine Welle von fast 4500 zusätzlichen Insolvenzen. Bundesweit befürchtet Schlein sogar rund 16.500 zusätzlichen Firmenpleiten.

Die höchste Insolvenzdichte gab es 2020 in Bremen mit 100 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen. Der Bundesdurchschnitt lag bei 48 Pleiten je 10.000 Firmen. Die wenigsten Firmenpleiten gab es im vergangenen Jahr in Thüringen mit 31 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen.

(dpa)