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Fast 60 Prozent: In Nordrhein-Westfalen weniger D-Mark in Euro umgetauscht

Fast 60 Prozent : In Nordrhein-Westfalen weniger D-Mark in Euro umgetauscht

Fast 19 Jahre nach Einführung des Euro-Bargeldes haben noch viele Menschen D-Mark zu Hause. Die Bundesbank tauscht diese Geldscheine und Münzen nach wie vor um.

In diesem Jahr machten aber deutlich weniger Menschen in Nordrhein-Westfalen davon Gebrauch: Nach Angaben der Bundesbank gab es in NRW bis Ende November knapp 11.000 Umtauschvorgänge – fast 60 Prozent weniger als im gesamten Jahr 2019.

Abgegeben wurden in den NRW-Filialen demnach rund 9,3 Millionen D-Mark. Dafür wurden rund 4,7 Millionen Euro ausgezahlt. Im Jahr 2019 hatte die Bundesbank in NRW 15,8 Millionen D-Mark angenommen und 8,1 Millionen Euro ausgezahlt. Bundesweit ging bis Ende November insgesamt D-Mark im Wert von gut 53,4 Millionen Mark ein. Im Jahr 2019 waren es 77,8 Millionen Mark.

Die Funde von D-Mark würden zwar ohnehin immer seltener, hieß es bei der Bundesbank. Im laufenden Jahr habe es aber vermutlich wegen der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie einen überproportional starken Rückgang gegeben. Möglich ist der Umtausch derzeit nur auf dem Postweg. Die Filialen der Bundesbank für den Publikumsverkehr sind vorübergehend geschlossen.

Laut Bundesbank sind insgesamt Scheine und Münzen im Gesamtwert von 12,4 Milliarden Mark (6,34 Mrd. Euro) noch nicht umgetauscht. Die alten Scheine und Münzen können anders als in vielen anderen Euroländern bei der Bundesbank unbefristet umgetauscht werden. Der Wechselkurs ist unverändert: Einen Euro bekommt man für 1,95583 D-Mark.

(dpa)