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Am Donnerstag: Impfgipfel berät über Fahrplan der Corona-Impfungen in NRW

Am Donnerstag : Impfgipfel berät über Fahrplan der Corona-Impfungen in NRW

Mitten im Lockdown ist es ein kleiner Lichtblick: Schon nächste Woche könnten die ersehnten Corona-Schutzimpfungen starten. Auch Nordrhein-Westfalen ist bereit.

Die nordhein-westfälische Landesregierung berät am Donnerstag bei einem Spitzengespräch mit Kommunen und Ärzteverbänden über den Fahrplan der Corona-Schutzimpfungen.

Anschließend wollen Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (beide CDU) gegen 12 Uhr über den Stand der Vorbereitungen informieren. An dem virtuellen Impfgipfel nehmen Vertreter von kommunalen Spitzenverbänden, Städten, Kommunen, Ärztekammer und den Kassenärztlichen Vereinigungen teil.

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) könnte es in Deutschland schon nächste Woche mit den Impfungen losgehen. Noch vor Heiligabend könnte der erste Impfstoff in der EU zugelassen werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte angekündigt, dass sie am 21. Dezember ihr Gutachten über den Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer vorlegen will.

Die Massenimpfungen sind eine Mammutaufgabe. In NRW sind 53 Coronavirus-Impfzentren in den Kreisen und kreisfreien Städten aufgebaut worden. Wenn bei der Impfung nach dem Vorschlag der Ständigen Impfkommission mit den über 80-Jährigen begonnen wird, würde das in NRW allein mehr als 1,2 Millionen Menschen betreffen. Hinzu kommen laut dem Vorschlag noch Personen mit Vorerkrankungen, Beschäftigte in der Pflege und in Krankenhäusern sowie Menschen, die die öffentliche Ordnung aufrechterhalten.

Das NRW-Gesundheitsministerium ging Ende November davon aus, dass besonders gefährdete Gruppen in der ersten Welle vor allem vor Ort in den Heimen oder ihren Wohnungen geimpft werden. Gerechnet wird demnach mit 4000 monatlichen Impfungen pro 100.000 Einwohner, die mit mobilen Teams und in Krankenhäusern durchgeführt werden. In den Zentren sollen in der Startphase dann monatlich 10.000 Impfungen je 100.000 Einwohner möglich sein. Eine Impfpflicht gibt es nicht.

(dpa)