Düsseldorf: Immer mehr psychisch Behinderte in NRW-Werkstätten

Düsseldorf : Immer mehr psychisch Behinderte in NRW-Werkstätten

In nordrhein-westfälischen Behindertenwerkstätten arbeiten immer mehr Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Nach Angaben der Landschaftsverbände stieg der Anteil der psychisch Behinderten unter den Beschäftigten innerhalb von zehn Jahren bis 2016 von etwa 14,6 auf 20,2 Prozent.

Leistungsdruck und Überforderung auf dem regulären Arbeitsmarkt sind aus Sicht von Matthias Löb, dem Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, ein Grund dafür. Parallel steige die Zahl der psychischen Erkrankungen.

Als psychisch oder seelisch behindert gelten etwa Autisten oder Menschen, bei denen zum Beispiel in Folge einer Psychose oder einer chronischen Depression die Arbeitsleistung gemindert ist.

Die Zahl der Werkstatt-Beschäftigten in NRW nimmt insgesamt zu: 2016 waren es rund 70.500 - etwa 29,6 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Unter anderem auch deswegen, weil frühgeborene Kinder mit Behinderungen wegen des medizinischen Fortschritts eine bessere Chance hätten zu überleben und weil Menschen mit Behinderung älter würden, sagte Löb. Zudem wechselten immer mehr Menschen vom regulären Arbeitsmarkt in Werkstätten.

(dpa)
Mehr von Aachener Nachrichten