Aachen: Im Januar wird der Verkehr im Kreuz wieder neu geführt

Aachen: Im Januar wird der Verkehr im Kreuz wieder neu geführt

Die Fortschritte in der Dauerbaustelle im Autobahnkreuz Aachen sind unübersehbar. Der dreispurige Ausbau der A44 in beide Fahrtrichtungen südlich des Kreuzes über etwa 1,5 Kilometer nimmt Formen an — vor allem auf der Seite Richtung Düsseldorf. Der Erdwall neben der Autobahn hat überall die maximale Höhe erreicht.

Der Flechtzaun auf dem Erdwall, der später im Untergrund verschwindet, ist weitgehend befestigt. Und noch kurz vor dem großen Regen von Freitag ist die Deckschicht auf der Hälfte der Ausbaustrecke in Fahrtrichtung Düsseldorf aufgebracht worden. „Mitte Januar wird der Verkehr hier fließen“, sagt Projektleiter Ernst Gombert von Straßen.NRW.

Erst wenn der Verkehr auf die neue Trasse umgeleitet werden kann, kann auf der Gegenfahrbahn der Ausbau vorangetrieben werden. Im Sommer 2015 soll dieser Bauabschnitt fertig sein. „Es sei denn, das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung“, sagt Michael Schlaeger, Bauüberwachung. 5,5 Millionen Euro kostet dieser Teilabschnitt des Kreuzumbaus.

„Das ist verhältnismäßig kostspielig“, sagt Schlaeger, aber das habe seine Gründe: Drei ex­trem große und damit extrem teure, begehbare Schilderbrücken müssten in diesem Abschnitt gebaut werden. Die längste habe eine Spannweite von 30 Metern. Diese Maße auch für starke Stürme stabil zu bauen, sei nur mit massiven Fundamenten möglich. Da komme man schnell auf Kosten von insgesamt über 60.000 Euro.

Parallel zu den für jeden sichtbaren Bauarbeiten werden im Hintergrund die Planungen für weitere Umbauten im und um das Kreuz vorangetrieben. In Kürze wird der Auftrag erteilt, im nördlichen Bereich die neue Auffahrt von der A44 aus Düsseldorf auf die A4 Richtung Aachen und Niederlande zu bauen.

Ab Frühjahr ist dann ein Jahr Bauzeit veranschlagt. „Die Autofahrer werden davon nicht viel spüren“, sagt Gombert. Die neue Trasse entstehe rechts neben der bisherigen Verkehrsführung.

Die seit langem gesperrte Schleife aus Richtung Alsdorf nach Köln wird ab Mitte 2015 in Angriff genommen. Dann werden laut Schlaeger die Bauarbeiten für die neue Brücke in der Schleife begonnen. Spätestens Ende 2016 soll sie dann komplett befahrbar sein.

Für die neue Zuführung von der A4 aus den Niederlanden ins Kreuz, dem sogenannten Überflieger, stehen im Frühjahr die Planungen. In etwa einem Jahr sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden — die zunächst nicht geplant waren. Doch dann stellte sich heraus, dass eine Sanierung des alten „Überfliegers“ wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.

Nun wird neu gebaut, und in diesem Zug die Zuführung um eine Spur auf vier Spuren erweitert. Allerdings muss vor dem Abriss der alten Brücke eine Behelfsbrücke gebaut werden. Mitte 2017 soll dieser Neubau fertig sein. Ein paar Monate später wird noch der dreispurige Ausbau nördlich des Kreuzes abgeschlossen — dann ziehen die letzten Bauarbeiter ab.

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