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Freizeitguide Euregio: Hunderte Ausflugstipps in der Nähe

Freizeitguide Euregio : Hunderte Ausflugstipps in der Nähe

Heute erscheint der Freizeitguide Euregio. Rund 300 Ziele werden vorgestellt. Eins davon: das Schloss Drachenburg.

Baden am Waikiki-Beach, die Aussicht genießen vom Tafelberg oder Wandern in den Anden – daraus wird in diesem Jahr wohl nichts, genauso wenig wie aus kleinen und großen Reisen zu vielen anderen Zielen rund um den Erdball. Muss es aber auch gar nicht. Im Gegenteil: Warum in die Ferne aufbrechen, wenn doch für Urlaubsausflüge und Freizeittrips die Euregio und das Umland auch allerhand zu bieten haben?

Traditionell versammelt der Freizeitguide Euregio jedes Jahr sorgfältig kuratierte Vorschläge und Tipps für die Region in einem Magazin. Die neue Ausgabe mit rund 300 aktuellen Freizeit-Adressen, die vorgestellt werden, ist ab dem heutigen Mittwoch in allen Servicestellen des Medienhauses Aachen, im Zeitschriften- und Buchhandel sowie online erhältlich. In gewohnter Qualität sind auch in diesem Jahr im Freizeitguide spannende Geschichten über bekannte und bewährte Ausflugsziele, aber auch über ungewöhnliche Orte und viele Geheimtipps zu lesen.

Spezial zur Rheinregion

Das angrenzende Belgien und die Niederlande werden ebenso abgedeckt wie der Raum Aachen, Düren und Heinsberg. In einem „Special“ nehmen die Heftmacher in diesem Jahr zudem die Rheinregion unter die Lupe. Sie schauen ins Ruhrgebiet, an den Niederrhein, sie reisen tief in die rheinland-pfälzische Eifel, aber auch in den Köln-Bonner Raum, zum Beispiel nach Schloss Drachenburg in Königswinter, einem Ort mit wechselvoller Geschichte.

Wäre „Harry Potter“ in Deutschland gedreht worden, die Produzenten hätten sich als Drehort für die Hogwarts-Schule das Schloss am Drachenfels in Königswinter ausgesucht. In nicht einmal drei Jahren entstand der reich geschmückte Bau im Stilmix des Historismus zwischen 1882 und 1884 als Privatsitz eines Finanzexperten, der dort allerdings nie wohnen sollte. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und touristisch genutzt: Es entstanden ein Hotel, ein Restaurant und später weitere Unterkünfte im Schlosspark.

Nachdem Schloss Drachenburg zu einer Internatsschule umfunktioniert worden war, während des Zweiten Weltkriegs dann die nationalsozialistische Elite dort ausgebildet werden sollte, das Gebäude kurz vor Kriegsende schwer beschädigt wurde und in der Folge die Deutsche Bundesbahn seine Mitarbeiter im Haus schulte, verfiel das Ensemble. Es gab sogar Pläne, das Schloss abzureißen. Schließlich erwarb der Privatmann Paul Spinat das Schloss, später kaufte die NRW-Stiftung es. Von 1995 an ließ sie die Anlage 16 Jahre lang sanieren und restaurieren. 31,5 Millionen Euro flossen in die Instandsetzung des Prunkbaus.

So sieht das Titelblatt aus: Der aktuelle Freizeitguide Euregio ist ab heute im Handel. Foto: Freizeitguide

Heute können das Schloss mit seiner Venusterrasse, der Kunsthalle, dem Nibelungenzimmer, der Bibliothek und vielen Räumen mehr und der Schlosspark von jedermann besucht werden. Eine Dauerausstellung beschäftigt sich mit der Schlossgeschichte und den Restaurierungsarbeiten.

Filmreifes Schloss

Übrigens: Auf die Leinwand hat es das Schloss auch ohne „Harry Potter“ geschafft: Dreharbeiten zum Film „Schtonk!“, der Serie „Babylon Berlin“ und der Sendereihe „Bares für Rares“ fanden auf Schloss Drachenburg statt. Wer einmal dort ist, kann gleich den ganzen Drachenfels erobern: unten die Nibelungenhalle, die Drachenhöhle und den Reptilienzoo, oben die Ruine von Burg Drachenfels.