Aachen: Hohe Haftstrafen für Heckhoff und Michalski gefordert

Aachen: Hohe Haftstrafen für Heckhoff und Michalski gefordert

Im Prozess gegen die beiden Gefängnis-Ausbrecher Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski hat die Staatsanwaltschaft lange Haftstrafen gefordert.

Vor dem Aachener Landgericht plädierte sie am Donnerstag für eine zwölfjährige Haftstrafe für Heckhoff. Für Michalski verlangte die Staatsanwaltschaft 13 Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern Geiselnahme, schwere räuberische Erpressung und Verstoß gegen das Waffengesetz vor. Der Justizvollzugsbeamte, der den beiden Männern bei ihrer Flucht im November 2009 eigenem Bekunden nach geholfen hatte, soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft sieben Jahre hinter Gitter.

Heckhoff und Michalski waren im November 2009 mit Hilfe eines Justizbeamten aus dem Aachener Gefängnis geflohen und hatten mehrere Menschen als Geiseln genommen.

Beide Ausbrecher hatten vor Gericht Geständnisse abgelegt. Ohnehin müssen die beiden Verbrecher noch lange Haftstrafen aufgrund früherer Taten verbüßen. Sie wehrten sich aber mit ihren Verteidigern im Prozessverlauf gegen eine drohende Sicherungsverwahrung.