Berlin/Aachen: Hochschulpakt: 18 Milliarden für Bildung

Berlin/Aachen: Hochschulpakt: 18 Milliarden für Bildung

Die deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen können in den nächsten zehn Jahren mit Fördermitteln von 18 Milliarden Euro rechnen.

Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verständigten sich am Donnerstag in Berlin darauf, den Hochschulpakt, die Exzellenzinitiative sowie den Pakt für Forschung und Innovation bis 2019 fortzuschreiben.

Mit dem Geld sollen unter anderem 275.000 zusätzliche Studienplätze geschaffen werden, mit Schwerpunkt auf Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften. Merkel nannte die Vereinbarung „ein klares Bekenntnis von Bund und Ländern zum Schwerpunkt Bildung und Innovation”. Es gehe darum, die Zukunftsfähigkeit Deutschlands zu sichern. Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen, begrüßte die Einigung: „Ich bin begeistert.

Obwohl man sagen muss, dass die Politik im Grunde das Nötigste tut. Mehr würde mehr helfen. Die Förderung von Bildung und Wissenschaft ist gerade in Krisenzeiten eine Investition in die Zukunft unserer Jugend. Nicht zuletzt sichert das ganze Finanzierungspaket auch Arbeitsplätze an den Aachener Hochschulen. Die Exzellenzinitiative hat ja bis schon enorm viel in der RWTH bewegt, wir haben nun große Hoffnung, das weiter ausbauen zu können. Wir bauen also auf den festen Willen, den Bund und Länder heute bekundet haben, dieses Geld auch tatsächlich auszugeben.”

International anerkannte Spitzenforschung

Drei Sonderprogramme sollen Hochschulen und Forschung fit machen. Für die geburtenstarken Abiturientenjahrgänge soll der Hochschulpakt II bis 2015 rund 275.000 neue Studienanfängerplätze schaffen. Die Kosten betragen 6,4 Milliarden Euro.

Für Projekte der Deutschen Forschungsgemeinschaft gibt es erneut eine Programmpauschale. 1,5 Milliarden Euro sollen für eine bessere Sachmittelausstattung bei der Hochschulforschung sorgen.

Exzellenziniative: Für ihre Fortschreibung bis 2011 sind 2,7 Milliarden Euro vorgesehen. Die Mittel werden im Wettbewerb der Universitäten vergeben. Ziel ist der Aufbau einer international anerkannten Spitzenforschung an den Universitäten.

Der Pakt für Forschung und Innovation garantiert den Forschungsorganisationen bis 2015 eine jährliche Steigerung ihrer Etats um fünf Prozent - auch, um Tariferhöhungen und gestiegene Energiekosten auszugleichen.

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