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Strecken und Baustellen: Hier drohen zum Ferienstart in NRW Staus

Strecken und Baustellen : Hier drohen zum Ferienstart in NRW Staus

Zum ersten Sommerferien-Wochenende werden in NRW wieder Staus und stockenden Verkehr auf den Autobahnen erwartet. Hier kann es sich besonders knubbeln.

An diesem Wochenende startet Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland in die Sommerferien. Durch die größtenteils entfallenen Corona-Einschränkungen ist in diesem Jahr wieder mit erhöhtem Reiseverkehr zu rechnen, erklärt die Autobahn GmbH.

„Heimat- und Campingurlaub sind seit Jahren beliebt. Das macht sich auf den Fernstraßen deutlich bemerkbar“, sagte ADAC Verkehrsexperte Roman Suthold in einer Mitteilung des Automobilclubs. Mit einem „Stau-Chaos“ sei zum Ferienstart (27. Juni) aber nicht zu rechnen – der Reiseverkehr werde sich über die gesamten Ferien verteilen. Im vergangenen Jahr gab es laut ADAC während der Sommerferien in NRW insgesamt 30.357 Staumeldungen mit einer Gesamtlänge von 35.494 Kilometern und einer Dauer von 16.472 Stunden.

Die meisten Staus auf den Autobahnen prognostiziert der ADAC in NRW während der Sommerferien immer freitags von 14 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr. Das höchste Staupotenzial gebe es dabei auf den Strecken in Richtung Nord- und Ostseeküste, in die Niederlande und auf dem Weg in den Süden. Mit Verzögerungen müssten Urlauber besonders im Großraum Köln und im gesamten Ruhrgebiet rechnen.

„Grundsätzlich gilt: Wer flexibel ist, sollte sich zwischen Montag und Donnerstag außerhalb der Berufsverkehrszeiten auf den Weg machen oder auf den Sonntag als Anreisetag ausweichen. Muss es der Freitag oder Samstag sein, dann lohnt es sich, in den frühen Morgenstunden oder erst am Abend loszufahren“, teilte ADAC-Experte Suthold mit.

Betroffene Strecken

Vor allem auf den Strecken in Richtung der Feriengebiete an den Küsten ist mit einer hohen Auslastung zu rechnen. Insbesondere die A3 als zentrale Verkehrsachse steht dabei im Fokus. In Richtung Arnheim kann es aufgrund der Baumaßnahme auf der A2 bei Oberhausen-Königshardt zu Staulagen vor dem Kreuz Oberhausen kommen.

Die A1 zwischen Köln und dem Gebiet Osnabrück sowie A40 und A42 im Bereich Duisburg sind weiterhin von mehreren Dauerbaustellen betroffen. Traditionell stark frequentiert sind das im Umbau befindliche Dreieck Köln-Heumar (A3/A4/A59) sowie die A4 im Kölner Süden. Als weitere Strecken mit erhöhtem Reiseverkehr sind vor allem die A31, A40, A57 und A61 zu nennen.

Größere Baumaßnahmen und Wochenendbaustellen

Die Niederlassung Rheinland der Autobahn GmbH nutzt die insgesamt verkehrsärmere Ferienzeit für mehrere größere Baumaßnahmen. Zu einer längeren Sperrung kommt es auf der A40 zwischen dem Autobahnkreuz Kaiserberg und der Anschlussstelle Mülheim-Heißen. Von Freitag, 1. Juli, 20 Uhr, bis Montag, 11. Juli, 5 Uhr, wird die Fahrtrichtung Dortmund für eine Sanierung der Fahrbahndecke gesperrt. Dabei ist mit Rückstaus auf der A3 und der A40 schon vor dem Kreuz Kaiserberg zu rechnen.

Einen weiteren Engpass wird es von Freitag, 1. Juli, 19 Uhr, bis Dienstag, 12. Juli, 5 Uhr, auf der A44 geben. Zwischen Krefeld-Osterath und dem Kreuz Meerbusch wird ebenfalls eine Deckensanierung durchgeführt. Während dieser Zeit steht in Fahrtrichtung Düsseldorf nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Auf der A61 starten ebenfalls am Freitag, 1. Juli, die Arbeiten für eine Sanierung der Betonplatten zwischen dem Autobahndreieck Erfttal und der Anschlussstelle Bergheim. Hierzu wird die Fahrtrichtung Venlo für einen Zeitraum von etwa fünf Monaten gesperrt.

In der ersten Ferienhälfte kommt es darüber hinaus zu zwei Baustellen an Wochenenden, die mit Sperrungen verbunden sind: Von Freitag, 1. Juli, 22 Uhr, bis Montag, 4. Juli, 5 Uhr, wird die A4 zwischen dem Dreieck Köln-Heumar und dem Kreuz Köln-Gremberg in Fahrtrichtung Aachen für eine Sanierung der Fahrbahn gesperrt. Ein Wochenende später, von Sonntag, 10 Juli, 20 Uhr, bis Montagmorgen, 11. Juli, 8 Uhr, ist die A40 zwischen Essen-Huttrop und Essen-Kray in Fahrtrichtung Dortmund gesperrt – hier baut die Ruhrbahn die Verkehrssicherung einer Baustelle zurück.

(dpa)