Standhafter „Turbo-Sommer“: Herbst konnte sich erst im letzten Septemberdrittel durchsetzen

Standhafter „Turbo-Sommer“ : Herbst konnte sich erst im letzten Septemberdrittel durchsetzen

Der „Turbo-Sommer“ hat sich auch mit Beginn des meteorologischen Herbstes nicht geschlagen geben: Erst im letzten Septemberdrittel setzte eine deutliche Abkühlung ein, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in einer vorläufigen Bilanz des ersten Herbstmonats berichtete.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 15,1 Grad habe der September um 1,8 Grad über dem Wert der internationalen Vergleichsperiode in den Jahren 1961 bis 1990 gelegen, sagte ein Sprecher.

Zuvor aber wurden an mehreren Orten bestehende Septemberrekorde gebrochen: Am höchsten stieg das Thermometer am 18. September mit je 33,1 Grad in Köln-Wahn und in Pabstorf bei Magdeburg an.

Zudem wurde das Sonnenscheinsoll von 149 Stunden mit durchschnittlich rund 205 Stunden um etwa 38 Prozent übertroffen. Damit gehöre der September 2018 zu den fünf sonnigsten seit dem Beginn solcher Messungen im Jahr 1951, hieß es. Am längsten zeigte sich die Sonne mit bis zu 250 Stunden im Südwesten, während es in Schleswig-Holstein örtlich kaum 140 Stunden waren.

Wie schon die Sommermonate war auch der Herbst zu trocken: Durchschnittlich fielen rund 45 Liter Wasser pro Quadratmeter - der langjährige Durchschnittsregenwert liegt dagegen bei 61 Litern.

Sonnen-Wolken-Mix

Laut Eifelwetter-Experte Bodo Friedrich bleibt es in der Region auch in den nächsten Tagen freundlich: „Am Wochenende erwartet uns ein Sonnen-Wolken-Mix, dabei wird es aber zunehmend kühler.“ Im Eifeler Bergland erwartet der Wetterexperte dann Temperaturen um die 14 Grad, in Aachen zwischen 16 und 17 Grad.“

Stärkere Bewölkung erwarten Meteorologen am Samstag nur im Norden, Regen bleibt den Angaben zufolge auf die Nordsee beschränkt. Von Montag an komme allerdings auch das Tiefdruckgebiet „Inge“ zum Zug - dann regne es gebietsweise auch. Die Temperaturen lägen dann überwiegend zwischen 13 und 18 Grad, lediglich im Süden könne noch einmal auf Höchstwerte bis 20 Grad gehofft werden.

Im Bergland dagegen sollen die Höchsttemperaturen nur noch bei 10 Grad liegen. Eine steife Brise dürfte vor allem im Nordosten für Herbstgefühle sorgen. An der See sind auch starke bis stürmische Böen möglich.

Bodo Friedrich empfiehlt, sich langsam einen Termin für Winterreifen in der Werkstatt zu machen. „Ein guter Leitsatz für die Frage, ab wann man Winterreifen braucht, ist von „O bis O“: Von Oktober bis Ostern.“ Es könne laut Friedlich möglicherweise in den Herbstferien zum ersten Schneefall kommen. „Die Menschen sind dann immer überrascht, wie schnell sich das Wetter ändert.“

(dpa/red)
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