Neue Studie: Heizen mit Grubenwasser soll großen Potenzial haben

Neue Studie : Heizen mit Grubenwasser soll großen Potenzial haben

Warmes Grubenwasser aus Steinkohlezechen und Braunkohletagebauen kann nach Berechnungen des Landesumweltamtes (Lanuv) einen spürbaren Beitrag zum Heizen von Wohnungen in Nordrhein-Westfalen leisten. Allein in den Steinkohleregionen könnten mit der Wärme aus der Tiefe rund 75.000 Einfamilienhäuser beheizt werden, erklärte das Lanuv am Mittwoch.

Das Grubenwasser biete „vor allem lokal interessante Möglichkeiten, Treibhausgase im Wärmebereich einzusparen“, sagte Lanuv-Präsident Thomas Delschen.

Die Studie beziffert die Einsparmöglichkeiten auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr. Das 20 bis 30 Grad warme Grubenwasser zählt zu den sogenannten Ewigkeitslasten, die nach dem Ende der Steinkohleförderung in diesem Jahr auf Dauer anfallen.

Vereinzelte Projekte zu Nutzung des Grubenwassers gibt es in NRW bereits. So werden in Bochum mit Hilfe des aus 570 Metern Tiefe geförderten Grubenwassers die Hauptfeuerwehrwache und mehrere Schulen beheizt. In Bergheim liefert das Sümpfungswasser des Tagebaus Hambach Wärme für das Kreishaus, Schulen und Turnhallen.

(dpa)
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