Städteregion/Kreis Düren: Heftige Gewitter in der Region: Bahnverkehr gestört

Städteregion/Kreis Düren : Heftige Gewitter in der Region: Bahnverkehr gestört

Sogar Züge mussten auf der Strecke zwischen Aachen und Düren warten, bis alles vorbei war: Eine Reihe von schweren Gewittern sorgte am Sonntag für vorübergehende Abkühlung in der Region. Der Wetterdienst warnte offiziell vor Unwettern in der Städteregion und dem Kreis Düren. In sozialen Netzwerken berichteten Nutzer von heftigen Regenfällen, anderswo herrschte durchgängig Sonnenschein.

Die Unwetter hatten sich offenbar relativ überraschend gebildet: Die um 14.23 Uhr ausgegebene öffentliche Warnung galt ab sofort. Zu diesem Zeitpunkt waren Teile der Städteregion bereits von ersten heftigen Regenfällen heimgesucht worden.

Der Wetterdienst warnte insbesondere vor Blitzschlag, entwurzelten Bäumen und herabstürzenden Dachziegeln, Ästen und anderen Gegenständen. Lokal könne es zu Überflutungen von Kellern under Straßen kommen, kleinere Bäche könnten über die Ufer treten. Betroffen waren auch weitere Bereiche des Regierungsbezirks Köln, darunter die Städte Köln und Leverkusen.

Zugverkehr gestört

Die Gewitter mit Sturmböen behinderten den Bahnverkehr an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen. Auf der Hauptverkehrsstrecke zwischen Aachen und Köln waren im Abschnitt zwischen Eschweiler und Langerwehe kurzzeitig die Gleise übeflutet. Zwei Züge mussten nach Auskunft eines Sprechers der Deutschen Bahn warten, bis das Gewitter durchgezogen war. Bei Stommeln im Rhein-Erft-Kreis fuhr ein Zug in einen umgestürzten Baum. Schäden gab es auch im Raum Leverkusen. Es kam zu Verspätungen und Ausfällen.

In Solingen schlug ein Blitz in einen Baum ein und entzündete ihn. Das Feuer breitete sich auf andere Bäume und Hecken und schließlich auf eine Gartenlaube aus. Insgesamt 45 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Blitzschläge vor dem Bundesligaspiel

Auch rund um das Kölner Stadion gab es vor dem Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Schalke 04 ein kräftiges Gewitter. Nach Angaben des FC wurden im Umkreis von zwei Kilometern 40 Blitzeinschläge notiert, einer davon direkt auf den Vorwiesen der Kölner WM-Arena. Verletzt wurde niemand.

In den sozialen Netzwerken berichteten Nutzer aus der Region von komplett unterschiedlichen Wettererlebnissen.

Anderswo dagegen:

Im Raum Aachen war der Spuk so schnell wieder vorbei, wie er aufgezogen war: Um 14.54 Uhr wurde die Warnung für die Städteregion bereits wieder aufgehoben. Um 15.15 Uhr folgte die Aufhebung für den Kreis Düren.

(heck)
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