Hambach: Hambacher Forst: RWE klagt gegen Umweltaktivisten

Hambach: Hambacher Forst: RWE klagt gegen Umweltaktivisten

Der Energiekonzern RWE Power hat gegen mehrere Umweltaktivisten Zivilrechtsklagen auf Unterlassung erhoben. Die Aktivisten sollen unter anderem an der Waldbesetzung und an Blockaden der Hambachbahn beteiligt gewesen sein.

„Wir wollen erwirken, dass solche Aktionen bei uns nicht mehr vorkommen“, erklärte RWE-Sprecher Lothar Lambertz auf Nachfrage. In den vergangenen Monaten habe der Konzern rund 100 Strafanzeigen gestellt. „Wir stellen zunehmend Eingriffe in den Bahnverkehr fest. Wir können nicht akzeptieren, dass Leib und Leben unserer Mitarbeiter gefährdet werden“, betonte der Sprecher. Eine Klage betrifft auch den Tunnelaktivisten „Herrn Zimmermann“, dessen Bergung mehrere Tage dauerte.

Ob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den „Maulwurf“ erheben wird, ist noch offen. Wie der Kölner Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn am Montag auf Nachfrage erklärte, sei mit einem Abschluss des Ermittlungsverfahren in den kommenden Wochen zu rechnen. Geprüft werde zum Beispiel, ob dem Aktivisten Nötigung vorgeworfen werden könne und ob er Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gleistet habe. Nach Angaben der Kölner Staatsanwaltschaft müssen sich zwei Aktivisten, die an der Besetzung der Hambachbahn beteiligt waren vor dem Kerpener Amtsgericht wegen „Störung öffentlicher Betriebe“ verantworten. Andere Aktivisten hätten keinen inländischen Wohnsitz und seien zur Fahndung ausgeschrieben.

(smb)