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Wegen Corona-Belastung: Grundschulen hissen weiße Fahnen

Wegen Corona-Belastung : Grundschulen hissen weiße Fahnen

Mit weißen Fahnen wollen Grundschulen in NRW am Mittwoch in einer gemeinsamen Aktion auf ihre Überlastung durch die Corona-Situation aufmerksam machen.

Mit weißen Fahnen wollen nach Angaben der Gewerkschaft GEW Grundschulen auf ihre Überlastung durch die steigenden Corona-Zahlen aufmerksam machen. „Mit der weißen Fahne zeigen wir: Wir kapitulieren jetzt bald“, sagte der Geschäftsführer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Michael Schulte, am Dienstag und fügte hinzu: „So geht es nicht weiter.“ Zuvor hatte die „Westdeutsche Zeitung“ über die Aktion berichtet.

An diesem Mittwoch seien Aktionen in Düsseldorf an schätzungsweise rund 40 und in Wuppertal an etwa rund 30 Grundschulen geplant, wie GEW-Vertreter vor Ort erklärten. Dieser Protest soll laut dem Landesverband nun an jedem Mittwoch wiederholt werden. Schulte geht davon aus, dass sich in den nächsten Wochen Grundschulen in weiteren nordrhein-westfälischen Städten anschließen werden. Die Aktion habe das erste Mal im Dezember in einer Kölner Schule stattgefunden.

„Wir sind am Limit. Die Belastung ist nicht mehr hinzunehmen“, erklärte der Wuppertaler Schulleiter Richard Voß. Von den Schulen werde im Moment ganz normaler Unterricht erwartet – trotz steigender Fallzahlen. Dies sei jedoch nicht möglich, da sich viele Lehrkräfte und Schüler immer wieder in Quarantäne befänden. „Das ist ein Spagat, der eigentlich kaum leistbar ist“, so Voß.

Die weißen Bettlaken, Tücher und Fahnen seien ein Hilferuf nach kurzfristigen Lösungen. So könnte Fachpersonal beim morgendlichen Corona-Testen in den Klassen helfen. „Aktuell müssen wir jeden Morgen eine ganze Unterrichtsstunde dafür verbrauchen.“ Zudem sollten Lehrpläne kurzfristig entschlackt und der Unterricht reduziert werden. „Unser Ziel in den Grundschulen ist weiterhin Präsenzunterricht“, sagte der Wuppertaler Schulleiter.

An diesem Mittwoch seien Aktionen in Düsseldorf an schätzungsweise rund 40 und in Wuppertal an etwa rund 30 Grundschulen geplant

(dpa)