Sittard-Geleen/Selfkant: Großbrand im Chemiepark bei Geleen unter Kontrolle

Sittard-Geleen/Selfkant : Großbrand im Chemiepark bei Geleen unter Kontrolle

Im niederländischen Industriepark Chemelot nahe der Grenzstadt Sittard-Geleen hat am Montag ein Großbrand für einen Feuerwehreinsatz gesorgt. Ein gewaltiger schwarzer Rauchpilz war kilometerweit zu sehen und zog in Richtung deutscher Grenze.

Am späten Montagnachmittag war klar, dass keine gefährlichen Chemikalien in Brand geraten waren. Die Feuerwehr brachte den Brand schließlich unter Kontrolle. In der Nacht zum Dienstag wurde die Brandstelle immer wieder kontrolliert.

Die Bewohner im Umkreis des Großbrandes in Geleen wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Foto: Jungmann

Wie das niederländische Nachrichtenportal 1limburg meldete, war das Feuer gegen 12 Uhr mittags ausgebrochen.

Die Bewohner im Umkreis des Großbrandes in Geleen wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Foto: CUH

Ursache des Brandes waren demnach offenbar Arbeiten am Dach einer Lagerhalle, bei denen Dachpappe verlegt wurde. Nach Angaben von Zeugen sollen mehrere Explosionen zu hören gewesen sein. Verletzt wurde jedoch niemand.

Die Bewohner im Umkreis des Großbrandes in Geleen wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Foto: Jungmann

Nachdem zunächst nicht klar war, ob und welche Chemikalien in der Halle gelagert wurden, gaben die Behörden am Nachmittag bekannt, dass keine Chemikalien verbrannt waren. Auch hätten sich in der Nähe des Gebäudes keine gefährlichen Stoffe befunden. Es seien lediglich größere Mengen Kunststoffgranulat in Brand geraten.

Die Bewohner im Umkreis des Großbrandes in Geleen wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Foto: Jungmann

Die Anwohner im Bereich des Industrieparks waren von der Feuerwehr aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch die Schulen in der Umgebung reagierten auf die starke Rauchentwicklung, indem die Schüler bis in den Nachmittag im Innern der Gebäude gehalten wurden. Später wurden alle Warnungen durch einen in Maastricht eingerichteten Krisenstab aufgehoben.

Am Nachmittag waren wegen der Rauchentwicklung die Bahnhöfe in Sittard, Geleen-Oost und Geleen-Lutterade gesperrt worden, später jedoch wieder freigegeben.

Die Rauchwolke zog über die Innenstadt von Sittard in Richtung Selfkant.

Zum dem Feuer im Chemiepark waren auch deutsche Feuerwehreinheiten gerufen worden. Der Messzug des Kreises Heinsberg war am Montagmittag vor Ort. Allerdings lagen der Leitstelle am frühen Nachmittag noch keine Messergebnisse vor. Deshalb konnte die Feuerwehr auch noch keine Aussage darüber treffen, ob eine Gefahr für die Gesundheit bestand.

Alarmiert wurden auch drei Löscheinheiten aus dem Selfkant, da die Gemeinde direkt von der herüberziehenden Wolke betroffen war.

(cheb/mvb/ger)
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