Tarifkonflikt der Stahlindustrie: Gewerkschaft droht mit weiteren Aktionen bei

Tarifkonflikt der Stahlindustrie : Gewerkschaft droht mit weiteren Aktionen bei

Im Tarifkonflikt der nordwestdeutschen Stahlindustrie droht die IG Metall den Arbeitgebern mit einer Verschärfung des Arbeitskampfes.

Bei der nächsten Verhandlungsrunde am 11. März in Düsseldorf werde es an allen Stahlstandorten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen Aktionen geben, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch mit.

Falls bei den Arbeitgebern keine Bereitschaft zur Einigung bestehe, „wird eine weitere Eskalation in der Tarifrunde nicht zu verhindern sein“, sagte Knut Giesler, IG Metall-Bezirksleiter NRW und Verhandlungsführer der Gewerkschaft. Über die Form der Aktionen soll nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers an den einzelnen Standorten entschieden werden.

Die IG Metall fordert für die rund 72 000 Stahlkocher in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen sechs Prozent mehr Geld sowie ein Urlaubsgeld von 1800 Euro, das auch in freie Tage umgewandelt werden kann. Die Arbeitgeber haben eine Entgelterhöhung von 2,5 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten angeboten. Ein begrenzter Kreis von Mitarbeitern solle eine zusätzliche Zahlung von 600 Euro erhalten, die in Freizeit umgewandelt werden kann. In der Tarifrunde hatte es bereits Warnstreiks gegen, an denen sich laut Gewerkschaft etwa 14 500 Beschäftigte beteiligt haben.

(dpa)
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