Geschäftsmann um 1,6 Millionen Euro erpresst

„Sugar-Daddy“-Prozess : Geschäftsmann um 1,6 Millionen Euro erpresst

Drei Angeklagte sollen einen gutgläubigen Geschäftsmann systematisch ausgenommen haben. Immer wieder zahlte er Geld, um seine Freundin vor angeblichen Gewalttaten einer Rockerbande zu schützen. Nun beginnt unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen der Prozess.

Sie sollen ihr Opfer um 1,6 Millionen Euro gebracht haben: Vor dem Bonner Landgericht beginnt am Freitag, 9.00 Uhr, ein Prozess gegen eine Frau und zwei Männer wegen räuberischer Erpressung. Sie sollen einen wohlhabenden Geschäftsmann zwei Jahre lang unter Druck gesetzt und ausgenommen haben.

Laut Anklage lernte die Frau das Opfer über die Internetplattform „Sugar-Daddy“ kennen und ging mit ihm eine Beziehung ein. Dann sollen die Angeklagten von ihm immer wieder Geld gefordert haben - ansonsten werde seiner Geliebten etwas angetan. Die beiden angeklagten Männer sollen damals Mitglieder einer Rockergruppe gewesen sein.

Für den Prozess gelten hohe Sicherheitsvorkehrungen. Die angeklagte Frau war im Vorfeld massiv bedroht worden, mutmaßlich von Mitgliedern der Rockerszene. Die 30-Jährige soll bei ihrer Vernehmung auch gegen die Mitangeklagten ausgesagt haben.

(dpa)