Aachen: Geöffnete Fenster bringen saubere Luft ins SuperC

Aachen: Geöffnete Fenster bringen saubere Luft ins SuperC

Das systematische Lüften des SuperC, Vorzeige-Gebäudes der RWTH Aachen, hat die Probleme mit einer ungewöhnlichen hohen Schadstoffkonzentration offenbar verringert.

Auf der nach Personalratsangaben unaufgeregten Mitarbeiterversammlung am Freitag habe eine Mitarbeiterin, die noch vor kurzem etwa über Augenbrennen geklagt hatte, berichtet, dass die Symptome nach ständigem Lüften über Nacht inzwischen fast verschwunden seien.

Aus Sicherheitsgründen waren offene Fenster über Nacht im rückwärtigen Teil des SuperC bislang nicht erlaubt. Jetzt wird ab der ersten Etage sogar darum gebeten.

Trotz der Verbesserungen bot die RWTH Aachen ihren Mitarbeitern mit Arbeitsplatz im SuperC an, vom Dienst freigestellt zu werden oder in einem anderen Gebäude ihrer Arbeit nachzukommen, wenn die gesundheitliche Belastung von ihnen als unzumutbar empfunden werde.

Montag will der Personalrat die Mitarbeiter im SuperC aufsuchen, um von ihnen zu erfahren, wer das Angebot des Arbeitgebers annehmen möchte.

16 von 80 Mitarbeitern hatten vermutlich aufgrund von Ausdünstungen aus Baustoffen und Möbeln des vor nicht einmal einem Jahr in Betrieb genommenen Neubaus über Augenbrennen sowie Reizungen der Haut und der Atemwege geklagt.

Bei Messungen hatten sich „grenzwertige” Befunde für Formaldehyd und „erhöhte Werte” für Iso-Butanol ergeben. Die Messungen sollen nun wöchentlich wiederholt werden, betonte Gabriele Golubowitsch, Baudezernentin der RWTH. „Wir hoffen, dass die Ursache bald gefunden wird”, sagte Personalratsvorsitzender Herbert Kirch.

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