Unglück beim Schützenfest: Geldstrafe für Angeklagten nach Tod eines Schützenbruders

Unglück beim Schützenfest : Geldstrafe für Angeklagten nach Tod eines Schützenbruders

Für den Tod eines langjährigen Freundes und Schützenbruders muss ein 39-jähriger Unternehmer 5525 Euro Strafe zahlen. Das Amtsgericht in Neuss verurteilte den Mann am Montag wegen fahrlässiger Tötung.

Nach dem Vatertagsschießen 2017 hatte er mit seinen Schützenbrüdern auf seinem Betriebsgelände ausgelassen gefeiert. Der siegreiche 37-jährige Schütze war in einer Box mit einem Gabelstapler in die Höhe gehoben worden. Dabei stürzte die Box mitsamt dem Mann aus vier Metern Höhe zu Boden. Der 37-Jährige starb.

Wer den Gabelstapler bediente, blieb unklar. Der 39-Jährige hat laut Gericht aber gegen Unfallverhütungsvorschriften verstoßen. Es sei verboten, Menschen mit Gabelstaplern zu transportieren, sagte die Richterin. Zudem sei die Eurogitterbox nicht ordnungsgemäß befestigt gewesen.

Die Richterin hielt dem Verurteilten allerdings zugute, dass er sich geständig gezeigt habe und selbst unter dem Vorfall leide. Es tue ihm unendlich leid, dass der Sohn seines langjährigen Freundes ohne Vater aufwachsen müsse, erklärte der 39-Jährige am Montag.

Der Mann muss statt eines ursprünglich verhängten Strafbefehls von 8400 Euro nun 5525 Euro zahlen und ist nicht vorbestraft.

(dpa)
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