Düsseldorf: Geldautomaten-Sprengungen in NRW um fast ein Drittel gesunken

Düsseldorf : Geldautomaten-Sprengungen in NRW um fast ein Drittel gesunken

Die Zahl der Sprengungen von Geldautomaten ist in Nordrhein-Westfalen um fast ein Drittel gesunken. Nach 136 Attacken im Vorjahr seien es 2017 noch 92 Fälle gewesen, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts NRW am Montag in Düsseldorf auf Anfrage.

Das entspricht einem Rückgang von gut 32 Prozent. 2015, als die Serie der explosiven Attacken ins Rollen kam, waren 67 solcher Fälle registriert worden.

Sogar an Heiligabend hatten die Täter zugeschlagen und einen Geldautomaten in Bochum zerstört, um mit dem Bargeld zu verschwinden. Die letzte Tat des vergangenen Jahres geschah am 30. Dezember in Essen. In der Silvesternacht, als es überall knallte, pausierten die kriminellen Sprengkommandos.

Das LKA und die dort ansässige Ermittlungskommission „Heat” rechnen die meisten Taten einer rund 250-köpfigen Szene von Tätern zu, die in den Niederlanden in den Vororten von Utrecht und Amsterdam wohnt und einen nordafrikanischen Migrationshintergrund hat.

19 verdächtige Niederländer aus dieser Szene wurden 2017 im Zusammenhang mit den Explosionen festgenommen. Das Landgericht Essen hatte einen der Täter zu elf Jahren Haft verurteilt.

(dpa)
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