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Gefängnisse in NRW: Viele Eltern neu inhaftiert

Gefängnisse in NRW : Eltern von mehr als 14.000 minderjährigen Kindern neu inhaftiert

Im vergangenen Jahr sind in NRW Väter oder Mütter von 14.545 minderjährigen Kindern neu inhaftiert worden. Das geht aus der Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage im Landtag hervor. Laut Ministerium ist das die höchste Zahl seit 2015.

Das Justizministerium teilte weiter mit, dass in allen 36 Gefängnissen die Besuchsräume „kindgerecht“ gestaltet seien: „Darüber hinaus sind in 20 Justizvollzugsanstalten zusätzliche "Kinderbesuchsräume" eingerichtet worden.“ Die Mutter-Kind-Einrichtung in der Abteilung des offenen Strafvollzuges beim Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg mit 16 Haftplätzen für
inhaftierte Mütter sei 2019 zu rund 74 Prozent ausgelastet gewesen.

Zurzeit bieten laut Ministerium elf Vollzugsanstalten im Land Häftlingen „Besuche“ ihrer Kinder und anderer Menschen über Videotelefonie an. In Kürze sollen vier weitere Haftanstalten dazu kommen, in denen die Software Skype angeboten wird. Grundsätzlich sei die „möglichst flächendeckende Einführung von Skype-Besuch im Nordrhein-westfälischen Justizvollzug beabsichtigt, soweit die technischen und baulichen Voraussetzungen dies zulassen“, heißt es in der Antwort auf die Anfrage der fraktionslosen Abgeordneten Frank Neppe und Marcus Pretzell.

(dpa)