Köln: Fußball-Hooligans liefern sich Schlägerei im Zug

Köln: Fußball-Hooligans liefern sich Schlägerei im Zug

Rund 130 randalierende Fußballfans haben sich am Samstagabend eine Schlägerei in einem Regionalzug im Bahnhof Köln-Mülheim geliefert.

Fünf Hooligans seien verletzt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der Bahnhof musste für 45 Minuten gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Verspätungen im Bahnverkehr. Die Bundespolizei leitete mehrere Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs ein.

Fans des Regionalliga-Clubs SC Preußen Münster, die auf der Rückfahrt von einem Auswärtsspiel in Kaiserslautern waren, hatten sich offenbar mit Kölner Fans zu einem Zwischenstopp mit Keilerei verabredet. „Bis Köln waren die Münsteraner ganz friedlich”, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Köln-Mülheim hätten sich die rund 100 Preußen-Fans jedoch plötzlich vermummt und mit Schlagstöcken bewaffnet. Am Bahnhofsteig seien sie bereits von 30 Kölner Fans erwartet worden, die den Zug nach dem Halt stürmten.

Nach Angaben der Bundespolizei gingen in mehreren Waggons Scheiben zu Bruch, außerdem wurde das Inventar erheblich beschädigt. Als ein Großaufgebot der Polizei aufmarschierte, flüchteten die Kölner Fans. Neben den strafrechtlichen Konsequenzen würden den Hooligans auch Schadensersatzansprüche durch die Bahn drohen.

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