Laut Medienbericht: Führungspositionen in Ministerien meist in Männerhand

Laut Medienbericht : Führungspositionen in Ministerien meist in Männerhand

In den nordrhein-westfälischen Ministerien sind einem Bericht zufolge deutlich mehr Männer als Frauen in den Führungspositionen. Das ergab eine Auswertung der Organigramme der zwölf Ministerien durch den WDR.

Auf der Ebene der Referatsleiter sind 58 Prozent demnach männlich. Bei den in der Hierarchie höher angesiedelten Abteilungsleitern ist nur jede vierte Position von einer Frau besetzt, bei den Staatssekretären sind sogar 79 Prozent männlich. Unter den zwölf Ministern im Kabinett von Regierungschef Armin Laschet (CDU) sind vier Frauen. Insgesamt arbeiten laut Bericht in den Ministerin im Gegensatz dazu etwas mehr Frauen als Männer - in Zahlen 57 Prozent.

Die NRW-Ministerin für Gleichstellung, Ina Scharrenbach (CDU), nannte dem WDR auf Anfrage Gründe für die Unterschiede im Führungsbereich. Einerseits gebe es „möglicherweise gar keine freien Stellen“, die besetzt werden könnten. „Eine Herausforderung ist natürlich auch der Öffentliche Dienst in seiner Struktur an sich, das langsame Aufwachsen, Aufsteigen von Alters- und Erfahrungsstufen“, so Scharrenbach. „Ziel muss es sein, dass die Geschlechter gleich und gerecht verteilt sind.“

Den Daten zufolge gibt es Unterschiede bei den einzelnen Ministerin. Im Familienministerium sind demnach 57 Prozent der Führungskräfte weiblich, im Verkehrsministerium indes nur 23. Die Auswertung ergab zudem, dass in den Ministerien insgesamt in den höheren Besoldungsstufen mehr Männer als Frauen sind.

(dpa)