Familienvater vor Gericht: Fremde Kinder missbraucht und gefilmt

Familienvater vor Gericht : Fremde Kinder missbraucht und gefilmt

Ein Familienvater soll zwei Kinder einer Bekannten missbraucht und selbst gemachte Aufnahmen davon im Darknet verbreitet haben. Dafür steht der 45-Jährige seit Dienstag in Mönchengladbach vor Gericht.

Die bei Beginn der jahrelangen Übergriffe drei und acht Jahre alten Jungen hätten den Mann häufig in der Wohnung besucht, stellte die Staatsanwaltschaft beim Prozessauftakt fest. Die Ermittler hatten demnach 3800 Bild- und Videodateien gefunden, die bei den Übergriffen in den Wohnungen am Niederrhein entstanden sein sollen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 45-jährigen Angeklagten schweren sexuellen Missbrauch von Kindern und die Herstellung und Verbreitung kinderpornografischer Schriften vor. Zwischen April 2014 und März 2018 soll der Angeklagte sexuelle Handlungen in 16 Fällen vorgenommen, gefilmt oder fotografiert haben. Das Bundeskriminalamt hatte im März bundesweit mit Fotos nach dem Mann gefahndet.

Der 45-Jährige gestand zwar sexuelle Übergriffe und Aufnahmen davon gemacht zu haben. Aber es sei - anders als die Bilder zeigten - nicht zu einer sexuellen Penetration gekommen. Die von ihm erstellten Aufnahmen seien von einem Internet-Tauschpartner manipuliert und ins Internet gestellt worden. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

(dpa)
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