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Kritik an Landesregierung: Freizeitparks fordern Perspektive

Kritik an Landesregierung : Freizeitparks fordern Perspektive

Freizeitparks haben nach monatelanger Schließung eine zügige Öffnungsperspektive auch in NRW gefordert.Sie fordern eine Gleichbehandlung mit Parks in anderen Bundesländern.

Während die Parks in vielen Bundesländern wieder ihre Tore öffnen dürften, halte NRW „stoisch an einer epidemiologisch und sachlich unbegründeten Schließung fest.“ Das kritisierte der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU).

Leidtragende seien Kinder und Familien, die die größte Besuchergruppe stellten. Sie würden um soziale Begegnung, gemeinsame Erlebnisse und eine Auszeit vom Alltag in der Pandemie gebracht. Das Phantasialand in Brühl bei Köln sprach am Donnerstag von einer „nicht nachvollziehbaren Ungleichbehandlung“.

In Ländern wie Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen oder Schleswig-Holstein habe man gemeinsam mit der Landespolitik Öffnungsstrategien entwickeln können. In NRW werde das nach wie vor verweigert, monierte der VDFU-Vorsitzende Jürgen Gevers. Die Düsseldorfer Staatskanzlei bleibe eine Erklärung schuldig, warum das Infektionsrisiko etwa im Zoo - dort sind Besucher seit April unter Auflagen erlaubt - geringer sein solle als im Freizeitpark, zitierte der Verband den Ketteler Hof in Haltern am See.

Nach der Coronaschutzverordnung vom 12. Mai ist der Betrieb von Freizeit- und Vergnügungsstätten in NRW derzeit untersagt. Vom Verbot ausgenommen sind Freibäder, Minigolfanlagen, Kletterparks oder auch Hochseilgärten, die unter Einschränkungen und Auflagen wie Vorlage eines Corona-Negativtests öffnen dürfen. Warum man Freizeitparks hier ausschließe, sei unverständlich, monierte der Movie Park (Bottrop) laut Mitteilung. Beim Phantasialand hieß es, es handele sich um „eine grundlose Benachteiligung, die wir nicht akzeptieren können.“

Sollte sich der Betriebsstart weiter verzögern, drohe das Aus für viele Freizeitparks - und damit eine Lücke in der touristischen Infrastruktur, mahnte der Verband. Er vertritt rund 100 Parks und 120.000 Beschäftigte.

(dpa)