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Bundesregierung: Freies Wlan nur an 24 von 701 Bahnhöfen in NRW

Bundesregierung : Freies Wlan nur an 24 von 701 Bahnhöfen in NRW

Wlan, Toiletten, Abstellplätze für Fahrräder und Kameras: Ein Abgeordneter aus NRW fragt die Bundesregierung nach Zahlen zu Bahnhöfen, die sich um Service und Sicherheit drehen. Nur zum Thema Videoüberwachung bekam er keine Antwort - aus einem triftigen Grund.

Einen freien Wlan-Zugang finden Fahrgäste bislang nur an 24 von 701 Bahnhöfen und Haltepunkten in NRW. Das geht aus der noch unveröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Bernd Reuther (FDP) aus Wesel hervor.

Demnach kommt man unter anderem an den Hauptbahnhöfen Aachen, Dortmund, Düsseldorf oder Münster via Wlan ins Internet. Verkehrsexperte Reuther fragte auch nach Fahrradstellplätzen - die es laut Bundesregierung an zwei Dritteln der Bahnhöfe gibt - sowie nach beheizten Warteräumen (nur an 3 Prozent der Stopps). An rund 86 Prozent der Bahnhöfe existiert laut Auskunft der Regierung keine Servicestelle für Ticketverkäufe und Auskünfte mehr.

„Nach Auskunft der DB AG verfügen 76 Stationen in Nordrhein-Westfalen über öffentlich zugängliche Toiletten“, heißt es in der Antwort an Reuther, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Politiker fragte auch nach Kriminalität an Bahnhöfen und bekam Zahlen bis 2018. Im besagten Jahr gab es demnach 37 338 Straftaten - außer Schwarzfahren. Der niedrigste Stand seit 2010.

Reuther begrüßte die rückläufigen Kriminalitätszahlen, betonte aber: „Die Bahnreisenden müssen ein Gefühl der Sicherheit an den Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen haben. Daher muss an Hotspots punktuell Personal verstärkt und die Videoüberwachung gegebenenfalls ausgeweitet werden.“

Die Frage, an welchen Bahnhöfen es bislang keine Videoüberwachung gibt, wollte die Regierung mit Hinweis auf Sicherheitsbedenken nicht öffentlich beantworten. So könnten unter anderem Terroristen eben dort Anschläge planen, wo es keine Kameras gibt.

(dpa)